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iPod-Jubiläum – Wie der Musikplayer den Grundstein fürs iPhone legte

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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25 Jahre iPod

Apple-Jubiläum: Ohne dieses Gerät „hätte es das iPhone nie gegeben“

18.10.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 4 Min.

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Apples iPod: Mehr als 1.000 Songs passten auf die Festplatte des Musikplayers. (Quelle: Pond5 Images/imago)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Der iPod feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Das Gerät rettete nicht nur die Musikindustrie, sondern sicherte auch Apples Zukunft.

Als Apple vor 25 Jahren den iPod vorstellte, war es leicht, abzuwinken. Die Welt stand noch unter Schock der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York, wirtschaftliche Unsicherheit machte sich breit. Und in dieser Situation will Apple also 399 Dollar (oder rund 500 Euro in Deutschland) für einen MP3-Musikplayer haben, der zunächst einmal auch nur etwas für Besitzer der Mac-Computer des Konzerns war, die damals bei weniger als drei Prozent Marktanteil lagen.

Doch allen Zweifeln zum Trotz legte der erste iPod den Grundstein für eine bahnbrechend erfolgreiche Modellreihe, die der von ausufernder Online-Piraterie gebeutelten Musikbranche neues Leben einhauchte – und die Zukunft von Apple bestimmte. Ohne den iPod „hätte es das iPhone nie gegeben“, sagte der als einer der „Väter“ des Musikplayers bekannt gewordene Tony Faddell jüngst dem Magazin „Wired“. Und fügte hinzu: „Das bedeutet, dass Apple wie wir es heute kennen ohne den iPod nicht existieren würde.“

1.000 Songs in der Tasche

Ein iPod-Erfolgsgeheimnis war, dass er ein reales Problem löste. Das MP3-Format, mit dem Musik dank Komprimierungsalgorithmen nur noch einen Bruchteil des bisherigen Speicherplatzes brauchte, machte ganze Alben-Sammlungen mobil. Theoretisch jedenfalls: Denn es gab zwar tragbare MP3-Player, doch sie hatten meist wenig Speicher und waren schlecht zu bedienen.

Als Apples Mitgründer und damaliger Chef Steve Jobs am 23. Oktober den ersten iPod aus der Tasche fischte, wartete er gleich mit einem Superlativ auf: Das Gerät, etwa so groß wie ein Spielkarten-Deck, hat Platz für rund 1.000 Songs. Vor der Zeit der Streamingdienste wie Spotify war es eine durchaus plausible Größenordnung für eine komplette private Musiksammlung.

Apple erfindet das Rad

Was den iPod aber wirklich besonders machte, war die Bedienung. Auf dem Monochrome-Display konnte man die Musik sortiert nach Künstlernamen anzeigen lassen – oder Playlisten sowie einzelne Songs. Die Lösung, um schnell durch große Sammlungen zu scrollen: Ein Drehrad mit einem Auswahlknopf in der Mitte.

urn:newsml:dpa.com:20090101:261018-935-1682884Vergrößern des Bildes
Ein iPod (4. Generation) mit Clickwheel: Der Startschuss für Apples Aufstieg – und der Wegbereiter des iPhone. (Quelle: Gero Breloer/dpa)

Die Basis dafür, dass diese Song-Sortierung möglich war, schuf Apple zuvor mit seiner iTunes-Software, mit der man auf dem Mac CDs in eine digitale Mediathek einlesen konnte. Sie war Teil der von Jobs ausgerufenen Strategie, die Apple-Computer zum „Digitalen Hub“ für die Multimedia-Inhalte der Nutzer zu machen: Videos, Fotos, Musik. Auf die Idee, den iPod zu bauen, sei Apple überhaupt erst gekommen, weil man ein Gerät haben wollte, das in die Software integriert sei, sagte Jobs. Bei der Präsentation zeigte er erst 20 Minuten lang die Apps, bevor er den iPod aus der Jeans-Tasche holte.

Das erste iPod-Modell hatte noch ein Rad, das man wirklich drehte. Ab der zweiten Generation 2002 wurde es durch einen Touch-Kreis ersetzt, der die Finger-Bewegungen erkannte. Bei dieser Gelegenheit fügte Apple auch Unterstützung für PCs mit Windows-Betriebssystem hinzu und erweiterte so den iPod-Markt drastisch.

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