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Panorama

Christa Pike geistig „umnebelt“: Hinrichtungs-Opfer kann wieder gehen

wochentlich.deBy wochentlich.de8 Oktober 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Nach gescheiterter Hinrichtung

Christa Pike kann wieder gehen – ist aber geistig „umnebelt“


08.10.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 2 Min.

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Todeskandidatin in den USA wieder bei Bewusstsein (Quelle: reuters)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Ihre Arme kann Christa Pike kaum bewegen. Aber laut ihren Anwälten ist sie mittlerweile wieder in der Lage, einige Schritte zu gehen.

Gut eine Woche nach ihrer gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee kann die zum Tode verurteilte Christa Pike nach Angaben eines ihrer Anwälte wieder aufstehen und gehen. Die 50-Jährige habe sich erstmals in ihrem Krankenhauszimmer bewegt, sagte Anwalt Stephen Ferrell der BBC. Sie könne kurze Strecken zurücklegen.

Pike sei geistig weiterhin etwas „benebelt“ und verliere leicht den Faden, sagte Ferrell. Zugleich seien ihre Arme noch schwer verletzt und kaum einsetzbar. Ob bleibende Schäden zurückbleiben, sei unklar. Er gehe zwar davon aus, dass sich ihr Zustand weiter verbessern werde, er könne dauerhafte Folgen aber nicht ausschließen.

  • Christa Pike überlebte Todesstrafe: Bekommt sie nun die dritte Giftspritze?

Pike hatte am 30. September die Vollstreckung ihrer Todesstrafe mit der Giftspritze überlebt. Nach Angaben der Behörden waren ihr die im Hinrichtungsprotokoll vorgesehenen zwei Dosen Pentobarbital verabreicht worden. Anschließend wurde sie bewusstlos in ein Krankenhaus gebracht. Anfang dieser Woche war sie wieder zu Bewusstsein gekommen und hatte begonnen zu sprechen.

Im Video | „Eindeutig noch am Leben“: Zeugin berichtet von Hinrichtungsversuch

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Anwälte glaubten, Christa Pike sei „hirntot“

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch sagten ihre Anwälte, sie hätten am Montag noch angenommen, ihre Mandantin sein „hirntot“ und die lebenserhaltenden Maßnahmen würden eingestellt. Doch „zur Überraschung aller“ sei Pike am Dienstag plötzlich aufgewacht und habe zu sprechen begonnen.

Ihr Anwalt Randy Spivey sagte, er „habe keine Erklärung dafür, was zwischen Montagabend und Dienstagmorgen passiert ist“. Die ersten Worte von Pike hätten Verwirrung ausgedrückt: „Wo bin ich und wer seid ihr“, habe sie gefragt.

Christa Pike nach der Urteilsverkündung im Jahr 1996: Ein Hinrichtungsversuch endete im Chaos.Vergrößern des Bildes
Christa Pike nach der Urteilsverkündung im Jahr 1996: Mit Tränen in den Augen fragte die Teenagerin damals, ob sie ihre Mutter noch einmal umarmen dürfe. (Quelle: ap)

Hinrichtungs-Beweismittel müssen aufbewahrt werden

Am Mittwoch gab ein Gericht in Tennessee zudem einem Eilantrag von Pikes Anwälten statt. Sämtliche Beweismittel im Zusammenhang mit dem gescheiterten Hinrichtungsversuch müssen demnach aufbewahrt werden. Dazu gehören unter anderem Infusionsleitungen, Spritzen und Dokumente zu Pikes Zustand.

Ob der Bundesstaat einen neuen Hinrichtungstermin anstreben will, ist bislang offen. Tennessees republikanischer Gouverneur Bill Lee hat weitere Hinrichtungen zunächst bis zum Jahresende ausgesetzt und eine unabhängige Untersuchung des Falls angeordnet.

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