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Mittelalterliche Fachwerkstadt hält einen Weltrekord

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Geheimtipp vor der Haustür

Kleine Gassen und viel Fachwerk: Mittelalter-Stadt verzaubert Besucher


Aktualisiert am 06.10.2026 – 08:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Fußgängerzone in der Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern (Archivbild): Celle in Niedersachsen lohnt sich für einen Ausflug. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Stefan Ziese/imago)

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Hunderte Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und ein Schloss machen diese Mittelalter-Perle zum Tagesausflug. Eine Besonderheit überrascht viele Besucher.

Farbige Fachwerkhäuser finden Besucher in der Altstadt von Celle. Kleine Restaurants, Cafés und Geschäfte zum Stöbern reihen sich in den Häusern aneinander. Besonders an den Wochenenden zieht es Touristen in die niedersächsische Mittelstadt. In knapp eineinhalb Stunden ist Celle mit dem Zug von Braunschweig aus erreichbar. Mit dem Auto dauert es rund eine Stunde über die Bundesstraße 214. Ideal also für einen spontanen Wochenendausflug für Menschen aus der Region Braunschweig.

Celle wird auf der Webseite der Stadt als eine „Stadt mit Charme und Charakter“ bezeichnet. Die Stadt beherbergt das dichteste Fachwerkensemble der Welt, heißt es dort. Der hohe Fundus an Fachwerkhäusern ist auf die geografische Lage zurückzuführen. Denn die Flüsse Aller und Fuhse umgeben den Stadtkern Celles, eine große Ausdehnung war also einst gar nicht möglich. Aus diesem Grund nutzten die Bewohner seinerzeit die schmalen Flächen, um ihre Eigenheime zu errichten.

Fachwerkhäuser mit schiefen Fassaden

Die Gebäude sind oftmals einzigartig: Es gibt unterschiedlich große Fenster und leicht geneigte Fassaden. Hinzukommt der sogenannte Renaissance-Treppenfries. Zur Erklärung: Dabei handelt es sich um stufenförmige Ornamente, die in die Häuser integriert sind.

imago images 94351304Vergrößern des Bildes
Renaissance-Treppenfries am ältesten Gebäude in Celle (Archivfoto): Die Verzierungen gelten als Celle-typisch. (Quelle: Schöning/imago-images-bilder)

Das älteste Gebäude der Stadt steht in der Straße „Am Heiligen Kreuz“. Datiert auf das Jahr 1526. Die Bauwerke in diesem Bereich sind üblicherweise zwei bis drei Stockwerke hoch. Bei öffentlichen Stadtführungen wird die Geschichte des Celler Fachwerks ausführlich beschrieben.

Von der Burg zum prachtvollen Schloss

Eine weitere Besonderheit der Stadt neben dem Fachwerk: das Schloss. Mitten in einem Park gelegen, war das heute prächtige Bauwerk einst übrigens eine einfache Burg.

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Die Geschichte reicht Jahrhunderte zurück: Celle war bis 1705 die ständige Residenz der Welfenherzöge von Braunschweig-Lüneburg. Im 19. Jahrhundert diente es den Königen von Hannover als Sommerresidenz, informiert die Stadt auf ihrer Webseite. Heute gelte als bedeutendes Zeugnis der Renaissancekunst in Norddeutschland die Schlosskapelle, heißt es weiter.

imago images 0302742394Vergrößern des Bildes
Historisches Schloss in der Altstadt von Celle: Es hält einige Besonderheiten bereit. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Ulf Nammert/imago)

Das Schloss birgt im Übrigen ein besonderes Juwel: nämlich das älteste, noch bespielte Barocktheater Europas. Fachkundige Führungen durch den geschichtsträchtigen Bau werden regelmäßig angeboten – auch am Wochenende.

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