Nach angekündigtem Aus
Wolters-Bier soll weiterleben – Brauerei schließt trotzdem
04.10.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Wolters gibt es eine neue Perspektive. Eine Unternehmensgruppe will die Braunschweiger Bier-Traditionsmarke übernehmen. Für den Standort bleiben Fragen offen.
Die Bier-Marke Wolters soll trotz der bevorstehenden Schließung der Brauerei in Braunschweig erhalten bleiben. Die TCB Gruppe will die Wolters-Markenfamilie und weitere markenbezogene Vermögenswerte übernehmen. Das teilten die Volksbank Brawo, Wolters und TCB mit.
Die Volksbank Brawo ist Eigentümerin wesentlicher Vermögenswerte von Wolters. Die beteiligten Unternehmen arbeiten derzeit an den endgültigen Vereinbarungen für die geplante Übertragung.
Bier-Produktion soll verlagert werden
Das Bier soll auch künftig nach der bisherigen Originalrezeptur hergestellt werden. Produktion und Abfüllung will TCB innerhalb der eigenen Unternehmensgruppe organisieren. Die Gruppe ist unter anderem in der Getränkeindustrie tätig.
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Am bisherigen Brauereistandort in Braunschweig endet die Produktion dagegen zum 31. Dezember 2026. Nach Angaben der Beteiligten könne sie dort wegen des technischen, strukturellen und immobilienbezogenen Zustands nicht fortgeführt werden. Handel und Gastronomie sollen weiter ohne Unterbrechung mit Wolters-Bieren beliefert werden.
Bis zu 40 Beschäftigungsangebote geplant
TCB will bis zu 40 Beschäftigungsangebote an verschiedenen Standorten der Gruppe schaffen. Welche Wolters-Mitarbeiter dafür infrage kommen und wo die Stellen entstehen sollen, steht noch nicht fest. Die Angebote sollen sich nach den benötigten Funktionen und den jeweiligen Qualifikationen richten.
Auch das Wolters-Grundstück soll nach den bisherigen Plänen an TCB gehen. Ein Nutzungskonzept gibt es noch nicht. Teile der Immobilien könnten nach Angaben der Unternehmen künftig für Veranstaltungen genutzt werden.
Sponsoring von Eintracht Braunschweig soll bleiben
Die Verbindung der Marke zu Braunschweig soll ebenfalls fortbestehen. TCB plant, das Sponsoring von Eintracht Braunschweig weiterzuführen. „Unser Ziel ist es, diese Elemente zu erhalten und die Marke Wolters erfolgreich in die Zukunft zu führen“, erklärt die TCB Gruppe. Das Unternehmen verweist dabei unter anderem auf die Rezeptur und die regionale Verbundenheit der Marke.
Abgeschlossen ist die Übernahme noch nicht. Die Beteiligten müssen die zu übertragenden Vermögenswerte rechtlich und technisch prüfen und die endgültigen Verträge ausarbeiten. Zudem stehen erforderliche Zustimmungen noch aus. Aussagen zu Arbeitsplätzen, Produktion, Standortnutzung und Sponsoring entsprechen daher dem derzeitigen Planungsstand.