Nach ALS-Erkrankung
Sie wurde 37 Jahre alt – Influencerin Brooke Eby ist tot
04.10.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit humorvollen Videos über ihre ALS-Erkrankung erreichte Brooke Eby Millionen Menschen. Jetzt ist die Influencerin im Alter von 37 Jahren gestorben.
Mehr als 800.000 Menschen folgten Brooke Eby auf Instagram, TikTok und Facebook. Jahrelang informierte sie auf ihren Kanälen von ihrer ALS-Erkrankung, oft mit Humor, immer mit Offenheit. Jetzt ist die Amerikanerin im Alter von 37 Jahren gestorben.
Wie die „New York Times“ berichtet, erhielt Eby die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose im März 2022, vier Jahre nach den ersten Symptomen. Unter dem Namen „Limpbroozkit“ machte sie ihre Krankheit öffentlich und wurde damit für viele Betroffene zur Identifikationsfigur.
Bei ALS sterben die Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark allmählich ab, die für die Muskelsteuerung zuständig sind. Betroffene verlieren dadurch schrittweise die Kontrolle über ihren Körper, wodurch es zu Lähmungen sowie Problemen beim Sprechen, Schlucken und Atmen kommen kann. In den letzten Jahren ihres Lebens war Eby auf einen Rollstuhl angewiesen, in den Monaten vor ihrem Tod zusätzlich auf ein Beatmungsgerät.
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Anhand von Brooke Ebys Beiträgen ließ sich der Krankheitsverlauf in den vergangenen Monaten verfolgen. Im Juni 2025 berichtete Eby von einer deutlichen Verschlechterung ihrer Atemkapazität. Kurz darauf unterzog sie sich einem Eingriff, bei dem ihr eine Magensonde gelegt wurde. Im Januar 2026 kamen Probleme beim Sprechen und Schlucken hinzu. Im September teilte sie mit, ihre Sprachfähigkeit habe sich so weit verschlechtert, dass andere Menschen Mühe hätten, sie zu verstehen.
Am 1. Oktober 2026 meldete die Website „ALS Network“ schließlich Ebys Tod. Die Präsidentin von „ALS Network“, Sheri Strahl, würdigte Ebys Wirkung. „Brooke hat die Sichtweise der Menschen auf ALS verändert“, hieß es in dem Text und weiter: „Sie brachte Humor in unglaublich schwierige Momente, sprach mit furchtloser Ehrlichkeit und schuf Verbindungen, wo diese dringend gebraucht wurden.“
Eby selbst hatte vor ihrem Tod den Wunsch geäußert, ihre Videos sollten auch danach anderen Betroffenen weiterhelfen: „Ich hoffe, es dient als visuelles Tagebuch für alle, die nach einer ALS-Diagnose eine Orientierungshilfe brauchen.“