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Politik

Nachrichtendienst-Agent soll hinter Anschlag stecken

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Oktober 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Biker mit Doppelleben

Identität des Leipzig-Attentäters steht wohl fest

Von t-online, afp, reuters, pri

Aktualisiert am 02.10.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Frachtmaschine der ukrainischen Fluglinie Antonov Airlines auf dem Rollfeld des Leipziger Flughafens war Ziel des Anschlags. (Archivbild) (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Ein Drohnenangriff legte Anfang August den Airport Leipzig/Halle lahm. Nun enthüllen Medien die Identität des mutmaßlichen Drahtziehers: Es handelt sich um einen russisch-lettischen Biker mit Doppelleben.

Anfang August war es auf der Piste des Flughafens Leipzig/Halle knapp. Nur durch einen Zufall konnte ein Drohnenanschlag auf ein ukrainisches Transportflugzeug verhindert werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt machte den russischen Geheimdienst GRU für den hybriden Angriff verantwortlich. Nun nennen mehrere europäische Medien den Namen des mutmaßlichen Drahtziehers: Oleg Levushkin. Er soll enge Verbindungen zur Spezialeinheit 29155 des russischen Militärgeheimdienstes GRU haben.

In Sicherheitskreisen wird mit weiteren Drohnenattacken gerechnet. Ein Nato-Experte sagte der Zeitung „Welt am Sonntag“: „Aus Sicht des Kremls scheint die beste Option, die ihnen zur Verfügung steht, darin zu bestehen, die Hybridkampagne, die sie gegen den Westen führen, zu verstärken.“

  • Überblick: Alle Entwicklungen im Ukraine-Newsblog
  • Drohnenregiment: Das plant Pistorius mit seiner neuen Einheit

Zuvor hatten schon NDR, WDR, „Süddeutsche Zeitung“ und „Die Zeit“ über die russischen Hintergründe des Anschlagsversuchs berichtet. Die Aktion am 5. August galt nach Erkenntnissen der Ermittler einem Frachtflieger der ukrainischen Linie Antonov Airlines. Ein Flughafenmitarbeiter hatte die Drohne zufällig entdeckt und ausgeschaltet.

Levushkins Legende auf Instagram

Bauart und Sprengstoff der Drohne ähneln Sprengsätzen, die Fahnder vor zwei Jahren im litauischen Kowno aufspürten. Zudem gibt es Parallelen zu einem weiteren Vorfall im Flughafen Leipzig/Halle. Dort war vor zwei Jahren ein Paket vor dem Verladen in eine DHL-Maschine in Brand geraten. Auch hier soll der russische Geheimdienst GRU mitgewirkt haben.

In den sozialen Medien posiert Levushkin am Strand in Bulgarien oder beim Angeln. Auch eine Vorliebe für schnelle Motorräder soll der Mann pflegen. Jenseits des öffentlichen Lebens auf Instagram reiste er nach Erkenntnissen der Ermittler Ende Juli via Istanbul über den Berliner Hauptstadtflughafen BER heimlich nach Deutschland ein und mietete hier ein Auto. Kurz darauf kam es zum Drohnenanschlag in Leipzig.

Levushkin hat einen russischen und einen lettischen Pass. Er unterhalte seit zwei Jahrzehnten enge Kontakte zu GRU-Oberst Denis Smoljaninow, berichten Medien. Der russische Geheimdienstler soll auch mit dem Unternehmen Longifolia in Verbindung stehen. Dieses wird mit dem Paketbrand in Leipzig/Halle vor zwei Jahren in Verbindung gebracht.

Unbemannter Kampfjet CA-1 EuropaVergrößern des Bildes
Eine Drohne des Start-ups Helsing (Archivbild): Auch dieses Unternehmen in München ist im Visier des russischen Militärgeheimdienstes GRU. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)
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