Schließung nach Insolvenz
„Schlag ins Gesicht“: Tiefe Bestürzung über Krankenhaus-Aus
Aktualisiert am 01.10.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Investorensuche ist gescheitert, das St. Elisabeth-Krankenhaus stellt seinen Betrieb ein. Bei den Beschäftigten fließen Tränen. Die Empörung ist an vielen Stellen groß.
Die Nachricht über das Aus des St. Elisabeth-Krankenhauses in Salzgitter schlug heftig ein: bei den Beschäftigten, Patienten, aber auch vielen anderen Stellen der Bevölkerung. Ein überparteiliches Bündnis für den Erhalt des Krankenhauses reagierte empört auf die Ankündigung. „Wir können und wollen es noch nicht wahrhaben“, sagte Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU). „Ich bin als OB, aber auch als Christ persönlich tief betroffen und vor allem: sauer.“
Den Elisabeth-Vinzenz-Verbund, zu dem das Krankenhaus gehört, und dessen katholische Eigentümer forderte das Bündnis „eindringlich auf, diese Betriebsschließung noch abzuwenden“.
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Geschäftsführer Sebastian Margaschewski sagte dagegen: „Unter den gegebenen, hochgradig schwierigen Branchenbedingungen war eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Klinikbetriebs am Standort leider nicht mehr möglich.“
Noch bis zum Ende des Monats sollten alle Patientinnen und Patienten zur weiteren Versorgung in andere Einrichtungen verlegt werden. Dazu liefen enge Abstimmungen mit den Rettungsdiensten und der Feuerwehr. Die Klinik sei auch von der Notfallversorgung abgemeldet. Neben den Patienten sind rund 250 Beschäftigte von der Schließung betroffen. Dem Vernehmen nach verließen einige Mitarbeiter das Krankenhaus unter Tränen. Sie waren am Montag in einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung über das endgültige Aus informiert worden.
Feuerwehr bedankt sich bei Krankenhaus-Belegschaft
Auch die Feuerwehr in Salzgitter reagierte auf die Entscheidung mit einer deutlichen Stellungnahme. „Als uns die Meldung am Montag erreichte, traf es uns wie ein Schlag ins Gesicht“, heißt es in einem Beitrag auf Instagram.
Für eine starke Partnerschaft mit der Belegschaft – besonders an den Schnittstellen des Rettungsdienstes – sagte die Feuerwehr „von ganzem Herzen“ Danke. „Auf euer Team in der Notaufnahme und auf den Stationen war bis zur letzten Minute absolut Verlass!“, heißt es.
Die Worte in Richtung der Entscheidungsträger fielen indes weitaus weniger versöhnlich aus. „Während wir diese starke Partnerschaft nur schweren Herzens gehen lassen, hinterlässt das Vorgehen des Betreibers bei uns, genau wie in der gesamten Bevölkerung, tiefe Fassungslosigkeit“, schreibt die Feuerwehr. „Die damit verbundenen Probleme werden auch wir als Rettungsdienst in den nächsten Wochen und Monaten spüren.“