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Bühnentechnik bereitet kurz vor Premiere Probleme

wochentlich.deBy wochentlich.de24 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Erste Aufführung am Sonntag

Kölner Oper: „Kinderkrankheiten“ machen kurz vor Premiere Probleme


Aktualisiert am 24.09.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Vorstellung der fast fertigen Bühne und Bühnentechnik im August 2017 (Archivbild): Die frühe Fertigstellung der Technik könnte nun zu Problemen führen. (Quelle: Horst Galuschka/imago)

Kurz vor der Premiere in der sanierten Kölner Oper klemmt es bei der Bühnentechnik. Intendant Mulders spricht offen von Aussetzern – und nennt einen ungewöhnlichen Grund.

Wenige Tage vor der ersten großen Premiere in der sanierten Kölner Oper läuft hinter den Kulissen offenbar noch nicht alles wie geplant. Vor allem bei der Bühnentechnik gibt es Schwierigkeiten.

Während im Haus noch letzte Arbeiten erledigt werden und auf der Bühne für Richard Strauss‘ Oper „Der Rosenkavalier“ geprobt wird, räumt Opernintendant Hein Mulders ein, dass Teile der technischen Anlagen noch nicht zuverlässig funktionieren. „Bühnenpodium, Technik, Drehscheibe, Obermaschinerie. Da hakt es im Moment, das muss ich auch ehrlich sagen“, sagte der Intendant dem Deutschlandfunk. Projektleiter Jürgen M. Volm sagte aber, dass es sich insgesamt um „Kinderkrankheiten“ handle.

  • Kölner Bühnen sind zurück: Zahlreiche Besucher blicken hinter die Kulissen
  • Kölner Oper: Geht’s vielleicht mal eine Nummer kleiner?

Als mögliche Ursache für die Probleme nennt Mulders die ungewöhnlich lange Zeitspanne zwischen Installation und tatsächlichem Betrieb der Anlagen. Die Technik sei teilweise bereits vor Jahren fertiggestellt und abgenommen worden, anschließend aber über lange Zeit kaum regulär genutzt worden.

Kay Voges: „Theater ist immer ein Risiko“

„Wenn so eine große Maschine relativ früh abgenommen wird, aber dann noch zehn Jahre stillsteht, kriegt man solche Situationen, dass die Maschine erst läuft und aber dann plötzlich wieder nicht läuft“, erklärte Mulders in dem Radiobeitrag.

Kulturdezernent Stefan Charles sagte: „Wir haben mit all diesen Dingen zu kämpfen, die jede Baustelle und jede Kulturinstitution hat.“ Die Herausforderung bestehe jetzt darin, eine Baustelle „in ein Kunstproduktionszentrum umzubauen“, formulierte es Schauspielintendant Kay Voges. Grundsätzlich gelte: „Theater ist immer ein Risiko.“ Wenn da plötzlich etwas nicht funktioniere, „geht einem die Pumpe“.

Eine Verschiebung hätte ihm zufolge auch nichts gebracht: „Wir müssen aufmachen, damit wir dieses Haus unter Kontrolle bekommen.“ Das neue Bühnen-Ensemble sei wie ein Rennwagen, und „diesen Rennwagen, den muss man jetzt wirklich fahren lernen“. Auch Opernintendant Hein Mulders betonte, man habe nie daran gedacht, die Premieren abzusagen. Wo etwas gehakt habe, habe man andere Lösungen gefunden. „Die Einschränkungen sind eigentlich minimal.“ Er erwarte eine „wunderschöne Premiere“.

Bühnentechnik der neuen Oper weist Probleme auf: Inszenierung muss geändert werden

Schauspielintendant Voges sagte auch, man müsse aus dem „Desaster“ der Endlos-Sanierung etwas lernen. „Diese 14 Jahre und dieses Geld – das ist Steuergeld, und das sehen alle hier am Tisch hier so, dass das nicht sein kann – und vielleicht werden wir klüger durch das, was hier falsch gelaufen ist.“ Dies seien Lehren für das ganze sanierungsbedürftige Deutschland mit seinen teils katastrophalen Großbaustellen, „wo man das Gefühl hat, dass die falschen Leute reicher und reicher werden“.

Dass die technischen Schwierigkeiten Auswirkungen auf die Premiere gehabt hätten, berichtete zuvor unter anderem der „Express“. Die Stadt Köln erklärte dem Bericht zufolge, die Bühnentechnik sei fertiggestellt, geprüft und abgenommen. Gleichzeitig müsse die komplexe Anlage nun unter realen Bedingungen erprobt werden. Störungen in den ersten Betriebswochen seien deshalb möglich.

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