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Gegenentwurf zu „Winnetou“ & Co: Dieser DDR-Western ist Kult
24.09.2026 – 11:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Aus einem Gegenentwurf zum westlichen Western wurde einer der größten Kinohits der DDR: „Die Söhne der großen Bärin“ war ein Überraschungserfolg.
Mit „Die Söhne der großen Bärin“ fiel auch in der DDR der Startschuss für die Western-Begeisterung, die im benachbarten Westen bereits in vollem Gange war. Bis heute gehört die DEFA-Produktion zu den Klassikern des deutschen Westernfilms.
Darum geht es in „Die Söhne der großen Bärin“
Der Western erzählt die Geschichte eines Kriegerstammes, der von den weißen Eindringlingen immer weiter zurückgedrängt wird. Häuptling Tokei-ihto versammelt seine Krieger, um zu kämpfen und die weiße Bedrohung zurückzudrängen. Doch als der Kampf aussichtslos erscheint, beschließt Tokei-ihto seinen Stamm an einem anderen Ort in Sicherheit zu bringen und dafür alles hinter sich zu lassen, was sie kannten.
So sehenswert ist „Die Söhne der großen Bärin“
Der DDR-Western von 1966 wird von der Filmdatenbank IMDb nur mit durchschnittlichen 5,8 von 10 Sternen bewertet. Dennoch war der Film bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein voller Erfolg und bekam danach schnell einen Kultstatus, den er bis heute behalten hat. „Die Söhne der großen Bärin“ läuft am Samstag, 26. September, um 21.45 Uhr auf MDR. Alternativ gibt es den Film bei Joyn im Stream.
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Publikumsliebling und Erfolg für DEFA
Die DEFA, die Deutsche Film AG und größter Filmproduzent der DDR, stellte mit „Die Söhne der großen Bärin“ eine eigene Western-Produktion auf die Beine, die dem westlichen Bild des Genres entgegen stehen sollte. Echter, rauer und vor allem kritischer sollte es sein. Das gleichnamige Buch von Liselotte Welskopf-Henrich lieferte den Stoff. Das Projekt wird zum Überraschungserfolg. Laut der DEFA Stiftung sehen über neun Millionen Menschen den Film bis 1989 in der DDR, für damalige Verhältnisse ein überragendes Ergebnis.
Weiter heißt es von Seiten der DEFA-eigenen Stiftung: „Der Film begründete einen enormen, über Jahrzehnte andauernden Erfolg des Genres des „DEFA-Indianerfilms“ und machte Hauptdarsteller Gojko Mitić zum Star.“
Ein Hauptdarsteller ohne Stunt-Double
Ebenso überraschend wie der Erfolg des Films war wohl auch die daraus entstehende Popularität für Hauptdarsteller Gojko Mitić. Er kam für den Film aus seiner Heimat Jugoslawien in die DDR und war bis dahin eher als Double und Stuntman tätig als schauspielerisch. Zudem sprach er nur gebrochen Deutsch. Aber: „Seine sportlichen Fähigkeiten erlaubten es, auf alle Doubleeffekte zu verzichten.“ hieß es damals von der künstlerischen Arbeitsgruppe „Roter Kreis“.