Was dahintersteckt
Wenn Nackenschmerzen in den Kopf ausstrahlen
Aktualisiert am 24.09.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 3 Min.
Schmerzen in Kopf und Nacken treten oft gemeinsam auf. Manchmal ist die Halswirbelsäule oder eine Migräne schuld. Was hilft und wie sich vorbeugen lässt.
Der Grund, warum Nackenschmerzen und Kopfschmerzen häufig zusammen auftreten, liegt in der Verbindung zum Hinterhauptnerv. Dieser verläuft am Hinterkopf hinab bis in den Nacken. Im Gehirn treffen die Ausläufer dieses Nervs mit denen des Trigeminusnervs, der das Gesicht versorgt, zusammen.
Wo der Ursprung der Schmerzen liegt, ist jedoch oft schwer zu bestimmen. Denn Kopfschmerzen können sowohl ein Symptom von Nackenschmerzen als auch von Schulterverspannungen sein und umgekehrt. Beides kann sich auch gegenseitig bedingen, sodass ein regelrechter Teufelskreis entsteht.
Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?
Ist von Kopfschmerzen die Rede, handelt es sich in den meisten Fällen um Spannungskopfschmerzen. Rund 90 Prozent aller Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben darunter. Ursachen sind vor allem Verspannungen der Muskulatur im Rücken, in den Schultern oder im Nacken. Doch auch psychischer Stress kann die Beschwerden auslösen.
Daneben ist Migräne die zweithäufigste Form von Kopfschmerzen. Auslöser sind in erster Linie Stress, Schlafmangel, Reizüberflutung oder Wetterwechsel. Die einseitig auftretenden pochenden Schmerzen werden meist von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, aber auch von Nackenschmerzen begleitet. Seltener treten Clusterkopfschmerzen auf.
Dabei handelt es sich um einseitige Kopfschmerzen, die plötzlich und attackenförmig auftreten. Der Schmerz zieht sich hauptsächlich vom Schläfenbereich hin zum Auge und geht mit Begleitsymptomen wie Tränenfluss und Augenrötung einher.
HWS-Syndrom: Nackenschmerzen als Ursache für Kopfschmerzen
Kommt es im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) zu Beschwerden wie Nackenschmerzen, Schulterschmerzen oder Kopfschmerzen, spricht man auch vom HWS-Syndrom oder Zervikalsyndrom. Der Begriff bezieht sich auf alle Schmerzen im Bereich von Schulter, Rücken und Nacken, die bis in den Kopf, die Arme und die Beine ausstrahlen können.
Eine der Hauptursachen für das Halswirbelsäulen-Syndrom sind Muskelverspannungen als Folge von Fehlhaltungen. Anfällig für Kopfschmerzen, die durch einen verspannten Nacken ausgelöst werden, sind Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen und am Computer arbeiten. Oft schleicht sich unbemerkt eine falsche Körperhaltung ein, da man schnell in eine Schonhaltung übergeht. Diese führt schnell zu Verspannungen. Doch auch ein hoher Stresslevel sowie übermäßiger Medienkonsum können Nacken- und Kopfschmerzen verursachen.
Die Nackenmuskulatur und die Nervenstränge, die das Hinterhaupt versorgen, liegen eng beieinander. Verkrampfen die Muskeln, drücken sie auf die Nerven und der Schmerz im Kopf entsteht. Häufig handelt es sich dabei um die verbreiteten Spannungskopfschmerzen, die sich meist zu beiden Seiten der Schläfen ausbreiten.