Merkel hat schon per Briefwahl gewählt
Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Stimme für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus bereits abgegeben. „Die Bundeskanzlerin a. D. hat per Briefwahl gewählt“, teilte ihr Büro auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Merkel liegt damit im Trend: Der Anteil von Briefwählern nimmt auch in Berlin tendenziell zu. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2016 waren es nach Angaben von Landeswahlleiter Stephan Bröchler noch 29,2 Prozent, 2021 dann 46,8 Prozent und 2023 44,5 Prozent.
Was wird heute eigentlich gewählt?
In jedem der 78 Wahlkreise wird ein Direktkandidat für das Abgeordnetenhaus gewählt – so heißt das Berliner Landesparlament. Die Zweitstimmen der Wahlberechtigten bestimmen die Sitzverteilung. Regulär gibt es 130 Abgeordnete, aktuell sind es durch Überhang- und Ausgleichsmandate 159. Außerdem bestimmen die Wählerinnen und Wähler die Zusammensetzung der Kommunalparlamente in den zwölf Bezirken neu.
Es gehen nur halb so viele Parteien mit eigenen Listen ins Rennen wie vor drei Jahren. Diesmal treten 17 Parteien fürs Abgeordnetenhaus an. Zum Vergleich: Bei der wegen Pannen gerichtlich angeordneten Wiederholungswahl 2023 konkurrierten noch 33 Parteien.
Berücksichtigt werden nur Parteien, die mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen holen. Das soll eine Zersplitterung des Parlaments verhindern und so dessen Arbeitsfähigkeit sicherstellen.
So findet man sein Wahllokal
Auf der Wahlbenachrichtigung steht die Adresse des Wahllokals, in dem man wählen darf. Wer die Wahlbenachrichtigung verloren hat, findet sein Wahllokal auch über die Wahllokalsuche auf der Webseite des Landeswahlleiters – dafür reicht die eigene Anschrift als Eingabe.
Das müssen Wähler heute ins Wahllokal mitnehmen
Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer um 18 Uhr bereits in der Schlange steht, darf noch abstimmen – wer danach eintrifft, nicht mehr.
Ins Wahllokal kommt nur, wer einen Ausweis mit Lichtbild dabeihat: Personalausweis, Reisepass oder Führerschein. Auch ein abgelaufenes Dokument wird akzeptiert. Die Wahlbenachrichtigung muss man nicht unbedingt mitnehmen. Wer im Wahlverzeichnis steht, darf auch ohne sie an der Wahl teilnehmen. Hier lesen: Das passiert, wenn man am Wahltag krank wird.
Landeswahlleiter: Auch Strich, Haken und Plus erlaubt
Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl ist nicht nur ein Kreuz auf dem Wahlzettel erlaubt. Ein „Strich, ein Kreuz, ein Plus-Zeichen“ machten die Stimmabgabe gültig, sagte Berlins Landeswahlleiter Stephan Bröchler. Gültig sei die Stimme auch, wenn der Kreis ausgemalt oder ein Häkchen in einem Kandidatenfeld gesetzt werde. Hier lesen: Diese Dinge machen den Stimmzettel ungültig.