Zudem hieß es, der Buckingham-Palast habe bei den Planungen für Dianas Trauerfeier einfach die Führung übernommen. „Von ihrer Familie wurde trotz ihrer Scheidung einfach erwartet, dass sie sich den Entscheidungen des Königshauses fügte. In Momenten wie diesen kommen selbst bei den leidenschaftlichsten Monarchisten Fragen nach Arroganz und Anspruchsdenken auf“, schreibt Spencer.
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Dianas Wünsche, die sie vor ihrem Tod geäußert hatte, seien nicht berücksichtigt worden. Im Hinblick auf die Entscheidung, Harry und William hinter dem Sarg ihrer Mutter laufen zu lassen, sei es mit Charles zu einem Konflikt am Telefon gekommen. Während Spencer sicher war, dass seine Schwester nicht gewollt hätte, dass ihre jungen Söhne vor den Augen der Öffentlichkeit hinter ihrem Sarg laufen, sei das dem Royal aber wichtig gewesen. Charles sei „durchgedreht“, habe geschimpft und Spencer und seiner Familie vorgeworfen, kein Pflichtbewusstsein zu haben. Er sei so zornig gewesen, dass er schließlich über Diana gesagt habe: „Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.“ Dennoch habe Charles darauf bestanden, hinter dem Sarg seiner Ex-Frau zu laufen.
Die „Daily Mail“ veröffentlichte den Auszug am Mittwochabend. Wenig später hieß es aus dem Buckingham-Palast: „Während wir zu Büchern aus Prinzip keinen Kommentar abgeben, ist sich Seine Majestät bewusst, dass der Schmerz geschwisterlicher Trauer den Verstand vernebeln, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise verfälschen, die andere selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust nicht wiedererkennen.“
„Never complain, never explain“
Eine überraschend deutliche Wortwahl, lautet das Mantra der Royal Family bei negativer Berichterstattung doch eigentlich: „Never complain, never explain“, was auf Deutsch bedeutet: „Niemals beschweren, niemals erklären.“ Rechtfertigungen sind für die britische Königsfamilie also sehr ungewöhnlich. Im aktuellen Fall hat der Buckingham-Palast seine übliche Vorgehensweise gebrochen.

Julian Payne, ein ehemaliger Kommunikationssekretär von König Charles, sagte diesbezüglich der britischen BBC, dass die angeblichen Äußerungen des heute 77-Jährigen, „einfach keine Ausdrucksweise“ seien, die er von ihm kenne. Payne arbeitete während des 20. Todestages von Diana im Jahr 2017 mit Charles zusammen, dabei habe dieser enormen Wert darauf gelegt, „dass wir ihr Andenken respektieren und es in keiner Weise untergraben sollten“. Auch erklärte er, dass die „äußerst ungewöhnliche“ Erklärung des Palastes offenlege, „wie stark die Emotionen gewesen sein müssen“. Daher habe man „das Bedürfnis verspürt, sich öffentlich dazu zu äußern und die Sache richtigzustellen“.