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Panorama

Stadt zahlt 334.000 Euro – Drogen-Problem

wochentlich.deBy wochentlich.de17 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Hunderttausende Euro

Wachposten direkt neben City-Toilette: Stadt enthüllt Kosten


17.09.2026 – 19:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die öffentliche Toilette in Köln, direkt daneben das Wachhaus: Die Stadt will einer missbräuchlichen Nutzung vorbeugen. (Quelle: Dominik Kotzur/dpa)

50 Cent zahlen Nutzer einer Toilette in Köln – die Stadt gleich Hunderttausende Euro. Denn sie lässt das stille Örtchen penibel bewachen.

Die Stadt Köln hat für die Bewachung einer öffentlichen Toilette Hunderttausende Euro gezahlt. Dabei handelt es sich um eine Anlage in der Krebsgasse im Zentrum der Stadt. Seit 2022 bewacht Personal in einem Häuschen direkt nebenan das stille Örtchen. Nach Angaben der Stadt beliefen sich die Kosten für die Bewachung von Mai 2022 bis Mai 2025 auf rund 334.000 Euro.

Laut „Rheinischer Post“ kostet der Wachdienst bis zu 11.000 Euro im Monat. Zu den Personalkosten kämen die Ausgaben für den Wachcontainer und damit Miete, Strom und Heizung.

Teure Toilette – mit strengen Geschäftszeiten

Der Wachdienst halte sich dabei strikt an die Geschäftszeiten der Toilette: werktags von 9 bis 21 Uhr sowie sonn- und feiertags von 9 bis 18 Uhr. Die Benutzung kostet den Bürger 50 Cent. Wie die Stadt mitteilte, ist es die einzige Toilette in Köln, die derart bewacht wird.

Hintergrund der Maßnahmen sind Probleme mit suchtkranken Menschen, die sich auf dem Neumarkt in der Innenstadt aufhalten. Die Stadt wolle einer „missbräuchlichen Nutzung der Toilette“ vorbeugen.

Die Toilette soll noch mindestens bis August 2027 bewacht werden, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete. Dann soll ein neues Suchthilfezentrum fertig sein, von dem sich die Stadt eine spürbare Entlastung des öffentlichen Raumes erhofft. Dem Bericht zufolge sollen bis dahin weitere Kosten in Höhe von 120.000 Euro anfallen.

Die Toilettenanlage in der Krebsgasse gibt es seit 2015, sie war seitdem von Drogensüchtigen als Aufenthalts- und Konsumraum missbraucht worden. Medienberichten zufolge soll einer der Süchtigen in der Anlage gestorben sein. Die Toilette wurde geschlossen, erst im Mai 2022 öffnete sie wieder.

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