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Politik

NDR-Moderator rügt AfD-Mann Holm bei TV-Duell

wochentlich.deBy wochentlich.de17 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Moderator rügt Holm bei TV-Duell

„Das sind völlige Falschbehauptungen“


17.09.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 4 Min.

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Schon so spät? Leif-Erik Holm (AfD) schaut auf die Uhr vor dem TV-Duell mit Manuela Schwesig (SPD). (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Kurz vor der Wahl fliegen zwischen Schwesig und Holm die Fetzen. Auch der Moderator rasselt mit dem AfD-Kandidaten aneinander.

Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben sich die amtierende SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und AfD-Kandidat Leif-Erik Holm einen Schlagabtausch im NDR geliefert. Unbequeme Fragen hatte das Moderatoren-Duo Susanne Stichler und Thilo Tautz für beide Seiten parat. „Sie sind so mit einer halben Arschbacke – wenn man so möchte – nur im Land, warum?“, wollte Tautz von Holm wissen.

Hintergrund: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Holm ist zwar Kandidat für das Ministerpräsidentenamt in Mecklenburg-Vorpommern – Spitzenkandidat und damit auf Platz eins der AfD-Landesliste ist aber Enrico Schult, Holms Co-Sprecher. Holm selbst tritt nicht auf der Landesliste an, sondern nur als Direktkandidat in seinem Wahlkreis Schwerin I. Schafft er es, dort das Direktmandat zu holen, will er vom Bundestag in den Landtag des Bundeslandes wechseln. Holt er das Direktmandat nicht, könnte er trotzdem Ministerpräsident werden, vorausgesetzt, seine Partei schafft die nötige Stimmenmehrheit für eine Alleinregierung. Andernfalls will Holm in Berlin und im Bundestag bleiben.

Er sei direktgewählter Bundestagsabgeordneter und wolle dieses Mandat nach gut einem Jahr natürlich nicht gleich wieder abgeben, erklärte der AfD-Mann seine Doppel-Strategie. Tautz hakte nach. Es wäre doch auch eine Option zu sagen: Ich werde gewählt, ich gehe in die Opposition und mache dort Parlamentsarbeit für Mecklenburg-Vorpommern, führte der NDR-Moderator aus. „Warum machen Sie diese halben Sachen?“. Er und Schult seien ein Team, erklärte Holm. Wenn er das Mandat für den Landtag hole, werde er auch in den Landtag einziehen, beharrte der AfD-Politiker.

TV-Duell der beiden Spitzenkandidaten von SPD und AfD in Mecklenburg-Vorpommern.Vergrößern des Bildes
TV-Duell der beiden Spitzenkandidaten von SPD und AfD in Mecklenburg-Vorpommern. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Schwesig konfrontiert Holm

Schwesig nutzte die ungewöhnliche AfD-Aufstellung für Kritik: Holm habe sich im Gegensatz zu ihr ein sicheres, gut bezahltes „Rückfahrticket in den Bundestag“ gesichert und man wisse folglich überhaupt nicht, ob er bleibe, wenn man ihn wähle, stichelte die Ministerpräsidentin. „Doch, das habe ich gerade schon gesagt, Frau Schwesig“, warf Holm ein. „Bei mir kann man sich sicher sein“, sprach die SPD-Frau unbeirrt weiter. Wer beide Stimmen der SPD gebe, bekomme Schwesig, versprach sie. „Das ist ja das Problem“, kommentierte Holm.

Ungemütlich für Schwesig wurde es dann allerdings, als Moderatorin Stichler wissen wollte, ob sie als „Leuchtturm“ der SPD im Wahlkampf nun ein Stoppschild für die Kollegen aus Berlin aufgestellt habe. Damit zielte die Journalistin wohl auf die zunmehmende Kritik, die Schwesig zuletzt auch an der Berliner Koalition – und damit an der eigenen Partei – geübt hatte. Sie wolle Ministerpräsidentin bleiben und werbe für ihre Inhalte „Wirtschaft, Arbeit, Bildung und Zusammenhalt“, wich Schwesig aus.

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