Zweifel an Finanzierung der Institute
Regierungssprecher: Umfragen zu Merz‘ Unbeliebtheit sind fragwürdig
16.09.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 1 Min.
Friedrich Merz ist laut Umfragen so unbeliebt wie kein Vorgänger. Laut dem Regierungssprecher liegt das auch an den Umfragen.
Regierungssprecher Stefan Kornelius hat die Seriosität von Umfragen infrage gestellt, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geringe Beliebtheitswerte ausweisen. Seiner Meinung nach sei es finanziell kaum möglich, solche Daten in kurzen Abstände zu erheben.
„Keines dieser Institute, die in dieser Frequenz Umfragen auf den Tisch legen, haben die Finanzressourcen, um solche Umfragen zu machen. Also sollten wir vielleicht alle mal sehr vorsichtig mit diesem Instrument umgehen“, sagte Kornelius.
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Auf den Einwand, viele Umfragen seien nicht von den Instituten selbst bezahlt, sondern von Medien und Auftrag gegeben und finanziert, erklärte er: „Ich glaube, die demoskopischen Grundlagen für viele Umfragen, nicht für alle Umfragen, können auch eine nähere Betrachtung durchaus vertragen.“ Daraus könnten nur bedingt valide Ableitungen gezogen werden.
Generell lasse sich Merz aber nicht von den Ergebnissen beeinflussen, betonte Kornelius: „Umfragewerte sind Momentaufnahmen, die ihn dabei nicht irritieren.“
Umfragen verschiedener Institute haben zuletzt gezeigt, dass bisher noch keine Bundeskanzler so unbeliebt war wie Friedrich Merz. In einer Forsa-Umfrage für RTL und ntv zeigten sich zuletzt noch zehn Prozent der Wähler zufrieden mit Merz‘ Arbeit.