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Dieser Irrtum kostet Autokäufer viel Geld

wochentlich.deBy wochentlich.de15 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Auswertung zeigt Kostenfalle

Kleiner Irrtum kostet Autokäufer viel Geld


15.09.2026 – 18:20 UhrLesedauer: 4 Min.

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Der Tacho trügt: Ein Stadtauto kann im Stop-and-go-Verkehr schneller verschleißen als ein älterer, aber gut gepflegter Firmenwagen. (Quelle: MagicBones/getty-images-bilder)

Hohe Laufleistungen gelten als Risiko beim Kauf eines Gebrauchtwagens. Doch eine gute Wartung zählt oft mehr als der Tachostand. Fünf Modelle, die sich im Alter richtig lohnen.

Viele Gebrauchtwagenkäufer meiden Autos mit mehr als 100.000 Kilometern auf dem Tacho. Genau diese psychologische Grenze kann jedoch den Kauf unnötig verteuern. Denn bei robusten Langstreckenmodellen entstehen oberhalb dieser Marke oft die interessantesten Preisfenster.

Eine aktuelle Auswertung des Online-Automarkts AutoScout24 zeigt, ab welchen Laufleistungen beliebte Modelle deutlich günstiger werden. Grundlage der Auswertung sind Inserats- und Preisdaten von Januar bis Juli 2026. Sie wurden mit den Daten von Fahrzeugen knapp unterhalb der 100.000-Kilometer-Marke verglichen.

Dabei zeigt sich: Je nach Modell liegt das auffällige Sparfenster bei 130.000 bis 160.000 Kilometern.

Das Sparpotenzial im Vergleich

Modell Auffälliges Preisfenster Durchschnittlicher Angebotspreis Ersparnis ggü. Laufleistung unter 100.000 km
Skoda Octavia Combi ab 130.000 km rund 15.000 Euro rund 2.800 Euro
VW Passat Variant B8 ab 140.000 km rund 14.100 Euro rund 2.900 Euro
Toyota Auris Hybrid ab 140.000 km rund 12.900 Euro rund 2.800 Euro
Toyota Corolla Hybrid ab 140.000 km rund 17.000 Euro rund 2.300 Euro
BMW 520d F10/F11 ab 150.000 km rund 16.600 Euro rund 2.400 Euro
Mazda 6 Kombi ab 150.000 km rund 15.400 Euro rund 3.600 Euro

Grundsätzlich gilt: Ein Fahrzeug, das überwiegend auf langen Strecken gefahren und regelmäßig nach Herstellervorgaben gewartet wurde, kann technisch in einem besseren Zustand sein als ein Auto mit geringerer Laufleistung, das ausschließlich im Stadtverkehr fuhr. Der Kilometerstand allein sagt nämlich wenig über den tatsächlichen Zustand aus. Welche Details auf das Fahrprofil des Fahrbesitzers hinweisen, erfahren Sie weiter unten.

Hier sind die fünf Modelle im Schnell-Check.

Skoda Octavia Combi: Preisvorteil bereits ab 130.000 Kilometern

Der frühe Preissturz: Bereits ab einer Laufleistung von 130.000 Kilometern rutscht der tschechische Raumriese in das attraktivste Sparfenster.Vergrößern des Bildes
Der frühe Preissturz: Bereits ab einer Laufleistung von 130.000 Kilometern rutscht der tschechische Raumriese in das attraktivste Sparfenster.

Der Skoda Octavia Combi der Baureihe 5E auf Golf-Basis ist vor allem beliebt wegen seines großen Platzangebots. Er teilt sich die Technik mit dem VW Passat. Empfehlenswert sind Fahrzeuge aus dem Zeitraum Februar 2013 bis Dezember 2019 mit dem 150 PS starken 2,0-Liter-TDI der Motorbaureihe EA 288. Der Preis sinkt beim Octavia mit steigender Laufleistung recht gleichmäßig. Ab 130.000 Kilometern wird der Kombi mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von rund 15.000 Euro besonders interessant.

Checkliste für den Kauf:

  • Motorperipherie: Wie beim Passat sind die Nachweise für den Tausch von Zahnriemen und Wasserpumpe wichtig.
  • Fahrwerk: Bei der Probefahrt über unebenes Pflaster auf polternde oder knarzende Geräusche von der Vorderachse achten (Hinweis auf verschlissene Lager an den Querlenkern).
  • Elektronik: Den Infotainment-Bildschirm prüfen. Agiert er ohne Berührung oder setzt er Eingaben selbstständig um („Ghost-Touch“), können Reparaturen teuer werden.

VW Passat Variant B8: Preisvorteil ab 140.000 Kilometern

Der gefragte Dauerläufer: Käufer sparen bei 140.000 Kilometern im Schnitt fast 3.000 Euro.Vergrößern des Bildes
Der gefragte Dauerläufer: Käufer sparen ab 140.000 Kilometern im Schnitt fast 3.000 Euro.

Beim Passat Variant der Baureihe B8 sind vor allem Fahrzeuge aus dem Zeitraum November 2014 bis Mai 2019 mit dem 150 PS starken 2,0-Liter-TDI der Motorbaureihe EA 288 interessant. Besonders empfehlenswert sind Varianten mit nachweislich gewartetem Direktschaltgetriebe. Bei ölbadgekühlten DSG-Getrieben ist ein regelmäßiger Ölwechsel entscheidend. Ab 140.000 Kilometern fällt der Preis spürbar auf durchschnittlich rund 14.100 Euro.

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