Ärger nach Millionen-Sanierung
Neuer Asphalt, altes Limit: Warum auf der A24 weiter Tempo 100 gilt
11.09.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Frischer Asphalt, aber weiter Tempo 100: Auf der A24 zwischen Wittenburg und Zarrentin bleibt die Beschränkung bestehen. Der Grund liegt buchstäblich tiefer.
Die A24 gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Hamburg und Berlin. Wer derzeit zwischen den Anschlussstellen Wittenburg und Zarrentin unterwegs ist, wird trotz der neuen Fahrbahndecke ausgebremst. Laut der Autobahn GmbH des Bundes ist der gesamte Unterbau des Streckenabschnitts stark beschädigt. Ein grundhafter Ausbau beider Fahrtrichtungen befindet sich in Planung.
Warum die Sanierung nicht ausreicht
Das aktuelle Tempolimit hat eine längere Vorgeschichte. Vor den Bauarbeiten im Jahr 2025 waren die Betonplatten der A24 stark beschädigt. Wegen der Straßenschäden galt streckenweise nur Tempo 60. Bei der Sanierung im Jahr 2025 wurde die obere Asphaltschicht erneuert. Dadurch konnte das Tempolimit von 60 auf 100 km/h angehoben werden.
Das eigentliche Problem: An den Schäden im Unterbau änderte die neue Deckschicht jedoch nichts. Der frische Asphalt verbessert die Oberfläche, ersetzt aber keinen grundhaften Ausbau der Strecke.
Das sagt die Autobahn GmbH
Die Autobahn GmbH des Bundes verweist darauf, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig sind. Ein solcher Ausnahmefall liege auf dem betroffenen Abschnitt vor, auch wenn die Schäden für Autofahrer nicht direkt sichtbar sind.
Die Deckschicht sei zwar instandgesetzt worden. Der gesamte Aufbau des Streckenabschnitts sei im Untergrund aber stark geschädigt. Deshalb bleibt Tempo 100 vorerst bestehen.
Wann fällt das Tempolimit?
Autofahrer müssen sich auf der A24 vorerst weiter auf die Beschränkung einstellen. Wann der grundhafte Ausbau beginnt und das Tempolimit aufgehoben werden kann, ist noch offen.
Die Autobahn GmbH verweist auf laufende Planungen. Eine konkrete Aussage zum Zeitplan ist derzeit nicht möglich.