Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
CDU nähert sich Fünfprozenthürde: SPD bei 34 Prozent
Aktualisiert am 11.09.2026 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Neun Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sieht eine neue Umfrage die CDU vor einem historischen Debakel. An der Spitze bleibt es spannend.
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern in gut einer Woche sieht eine ZDF-Umfrage die AfD bei 37 Prozent, drei Punkte vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 34 Prozent. Die CDU steht demnach bei sieben Prozent – das wäre ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Der Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz droht damit eine weitere heftige Schlappe nach ihrem Debakel bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Der Vorsprung der AfD vor den Sozialdemokraten fällt in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF deutlich kleiner aus als noch vor wenigen Monaten in Umfragen anderer Institute. Dies bestätigt das Bild, das auch andere Meinungsforscher in den vergangenen Wochen ermittelten. Allerdings konnte die AfD in einer am Donnerstagabend veröffentlichten ARD-Umfrage ihren Vorsprung zuletzt etwas ausbauen.
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Nach den ZDF-Zahlen steht die Linke aktuell auf Platz drei mit 10 Prozent. Die Grünen kommen auf fünf Prozent, das BSW liegt bei vier Prozent. Für den Einzug in den Landtag gilt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Fünfprozenthürde.
Schwesig setzt auf Zweikampf mit der AfD
Schwesig setzt im Wahlkampf auf eine Mobilisierung gegen die AfD und präsentiert sich als „Die Frau gegen Blau“. Im direkten Vergleich mit dem AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm schneidet sie bei der Frage, wen die Menschen lieber als Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin hätten, deutlich besser ab. 61 Prozent nannten die Amtsinhaberin, 28 Prozent den Herausforderer.

Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF von Montag bis Donnerstag 1.053 Wahlberechtigte befragt. Sie gibt die Fehlertoleranz bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit plus/minus drei Prozentpunkten an, bei einem Anteilswert von zehn Prozent sind es plus/minus zwei Punkte. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.