Strafverfahren gegen Sohn von Mette-Marit
Fall von Marius Borg Høiby wird neu verhandelt
10.09.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Mittwoch nahm Marius Borg Høiby an der öffentlichen Trauerfeier für seinen Stiefgroßvater, König Harald V., teil. Jetzt gibt es neue Entwicklungen in seinem Prozess.
Der Fall von Marius Borg Høiby wird neu verhandelt. Dies berichten mehrere norwegische Medien übereinstimmend. Demnach erklärte das Berufungsgericht Borgarting, dass man beschlossen habe, die Berufung des 29-Jährigen zuzulassen.
Høiby war im Juni unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Bereits seit Februar befand er sich in Untersuchungshaft. Seit diesem Sommer verbüßt er diese mit Fußfessel auf Gut Skaugum, dem Landgut der norwegischen Königsfamilie. Der Sohn von Norwegens neuer Königin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung legte Einspruch gegen die Verurteilungen wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt ein. Die Schuldfrage und das Strafmaß will das Berufungsgericht Borgarting nun neu bewerten.
- Staatsbegräbnis: Tränen und denkwürdige Momente für König Harald V.
- Kronprinzessinnen: Berührende Begegnung zwischen Ingrid Alexandra und Amalia
Termin noch nicht bekannt
Høibys Verteidiger Petar Sekulic sagte jetzt dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK. „Wie erwartet, wurde die gesamte Berufung angenommen.“ Dem fügte er an: „In diesem Fall war das Berufungsgericht eindeutig anderer Meinung als die Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Beweiswürdigung zur Frage der Zulassung der Berufung und hat diese folglich zur Prüfung angenommen.“ Der Termin für die Verhandlung stehe derzeit noch nicht fest.
Marius Borg Høiby war am Mittwoch unter den Trauergästen im Osloer Dom, wo die Trauerfeier für König Harald V. stattfand. Auch zuvor war er mehrfach außerhalb von Gut Skaugum zu sehen gewesen – etwa als er kurz vor dem Tod des Monarchen, der am 28. August im Nationalkrankenhaus von Oslo starb, dort von ihm Abschied genommen hatte.