Kuriose HSV-Pannen
Vier Minuten, ein kaputtes Fax und ein falsches Trikot
01.09.2026 – 17:23 UhrLesedauer: 3 Min.
Transferpannen gehören beim HSV zur Vereinsgeschichte. Von geplatzten Deals in letzter Minute bis zu Spielern im falschen Trikot – die Hamburger erlebten einiges.
Zum Ende der Transferphase entscheiden manchmal wenige Minuten über einen Wechsel. Beim HSV ging dabei in der Vergangenheit einiges schief – und das nicht nur am Deadline Day. Eine E-Mail traf zu spät ein, ein Faxgerät streikte, ein Verteidiger klagte über Phantomschmerzen – und ein Kapitän präsentierte bereits das Trikot seines Wunschvereins.
t-online Hamburg blickt auf einige der kuriosesten Transferpannen des HSV zurück.
Wechsel scheitert am Faxgerät
Ende Januar 2011 sollte der damals 21 Jahre alte Eric-Maxim Choupo-Moting zum 1. FC Köln verliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln. Beide Vereine und der Stürmer waren sich gegen 17.30 Uhr final einig. Die Dokumente mussten nur noch bei der DFL eingereicht werden. Das war bis um 18 Uhr möglich. Reine Formsache – eigentlich.
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Um 17.49 Uhr wollte Vater und Berater Just Choupo-Moting den unterschriebenen Vertrag an die Liga faxen. Doch mittendrin brach die Übertragung ab. Erst um 18.14 Uhr waren alle notwendigen Dokumente bei der DFL eingegangen. Zu spät also – Choupo-Moting durfte nicht nach Köln wechseln und musste in Hamburg bleiben.
18-Uhr-Frist wird wieder zum Verhängnis
Fünf Jahre später lernte der HSV das Gefühl kennen, wenn ein eigentlich fixer Zugang wegen einer peinlichen Panne doch nicht wechseln darf. Am 31. Januar 2016 wollten die „Rothosen“ im zentralen Mittelfeld nachlegen. Sékou Sanogo von den Young Boys Bern war bereits in Hamburg und hatte auch schon den Medizincheck bestanden. Auch die Vereine hatten sich schon geeinigt. Wieder ging es nur darum, die Dokumente noch rechtzeitig bis 18 Uhr an die DFL zu schicken.

Um 16.31 Uhr soll der damalige HSV-Sportchef Peter Knäbel seinen Berner Amtskollegen Fredy Bickel darum gebeten haben, die Vereinbarung aufzusetzen. Die endgültige Fassung sei um 17.51 Uhr und erneut um 17.54 Uhr per E-Mail verschickt worden. Beim HSV kam sie jedoch erst um 18.04 Uhr an – vier Minuten nach Transferschluss. Und Sanogo flog ohne neuen Verein zurück in die Schweiz.