Briefwahl in Berlin
Zahl der Anträge ist gestiegen
31.08.2026 – 16:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Gut drei Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl haben bereits mehr als eine halbe Million Berliner Briefwahlunterlagen beantragt. Das liegt über dem Wert vor der Wahl im Jahr 2023.
Rund 556.600 Wahlscheine für die Briefwahl hat das Land Berlin bis zum 30. August ausgestellt – etwa 7.800 mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor der Abgeordnetenhauswahl 2023. Das geht aus den fortlaufend veröffentlichten Zahlen des Landeswahlamts hervor. Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus, das Landesparlament der Hauptstadt. Rund 2,5 Millionen Berliner sind stimmberechtigt.
Landeswahlleiter Stephan Bröchler rechnet nach eigenen Angaben mit einem Briefwähler-Anteil von rund 45 Prozent. Der Anteil der Briefwähler ist in den vergangenen zehn Jahren sowohl bundesweit als auch in Berlin deutlich gestiegen. Sollte Bröchlers Einschätzung zutreffen, würde fast jeder zweite abgegebene Stimmzettel per Brief eingehen.
Fristen und Wege: Was Briefwähler wissen müssen
Wer per Brief abstimmen will, kann den Antrag noch bis zum 18. September um 15 Uhr stellen. Zuständig sind die jeweiligen Bezirkswahlämter – eine zentrale Anlaufstelle für ganz Berlin gibt es nicht. Die Adressen finden sich auf den Websites der Bezirksämter.
Die ausgefüllten Unterlagen müssen nicht zwingend per Post zurückgeschickt werden: In jedem Bezirk gibt es Briefwahlstellen, in denen die Stimmabgabe direkt vor Ort möglich ist. Entscheidend ist in jedem Fall: Der Wahlbrief muss spätestens am 20. September um 18 Uhr eingegangen sein – sonst zählt die Stimme nicht.
Parallel zum Abgeordnetenhaus werden am selben Tag auch die Bezirksverordnetenversammlungen gewählt.