Zahlen für NRW
Fast 62.000 Fälle von Erschöpfungssyndrom gezählt
29.08.2026 – 09:18 UhrLesedauer: 1 Min.
In NRW sind 2025 mehr als 60.000 Menschen ambulant wegen ME/CFS behandelt worden. Die Erkrankung kann für Betroffene massive Einschränkungen im Alltag bedeuten.
Fast 61.600 Menschen sind im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen ambulant wegen ME/CFS behandelt worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP im Landtag hervor.
Die Zahl könne jedoch Mehrfacherfassungen enthalten, heißt es. Wer in den Bezirken beider Kassenärztlichen Vereinigungen, KV Nordrhein und KV Westfalen-Lippe, behandelt wurde, könnte doppelt gezählt worden sein.
Über 60 Prozent der Betroffenen sind arbeitsunfähig
ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis und Chronisches Fatigue-Syndrom und ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Zu den Symptomen zählen krankhafte Erschöpfung, kognitive Störungen, ausgeprägte Schmerzen sowie eine Überempfindlichkeit auf Sinnesreize, außerdem Beeinträchtigungen des Immunsystems und des autonomen Nervensystems.
Ein Viertel der Patienten kann das Haus nicht mehr verlassen, viele sind bettlägerig und schätzungsweise über 60 Prozent arbeitsunfähig. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten als Folge von Corona-Infektionen stark gestiegen ist.