Reaktionen auf den Tod
Hamburg würdigt Klaus-Michael Kühne
24.08.2026 – 18:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Logistikunternehmer und Mäzen ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Bürgermeister Tschentscher nennt ihn einen streitbaren Menschen – und einen verlässlichen Partner.
Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Unternehmer und HSV-Mäzen hatte Hamburg als Mitgesellschafter der Reederei Hapag-Lloyd, Förderer der Elbphilharmonie und Gründer einer Logistik-Hochschule geprägt.
Bürgermeister Peter Tschentscher würdigt Kühne als „großzügigen Stifter sowie engagierten Partner und Mitgesellschafter der Reederei Hapag-Lloyd“. Tschentscher zeichnet dabei ein Bild mit innerer Spannung: Kühne sei „ein ambitionierter Unternehmer, harter Verhandler und streitbarer Mensch“ gewesen. „Er arbeitete, wenn es sein muss, bis in die Nacht, scheute nicht den Konflikt und war doch – wie ich es seit 15 Jahren persönlich erlebt habe – immer bereit zur Einigung und verlässlichen Partnerschaft“, sagte der SPD-Politiker.
Ehrendenkmünze in Gold für Klaus-Michel Kühne
Der Senat hatte Kühne 2007 den Ehrentitel Professor verliehen, 2017 folgte die Ehrendenkmünze in Gold – eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt.
Kühne hatte Millionen für den Bau der Elbphilharmonie gegeben und in Hamburg die Kühne Logistics University gegründet. Er engagierte sich beim Fußball-Bundesligisten HSV und ließ das Luxushotel „The Fontenay“ bauen.
Mit Klaus-Michael Kühne verliert Hamburg eine der prägendsten Unternehmerpersönlichkeiten unserer Stadt.
Norbert Aust
Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg, sagte: „Mit Klaus-Michael Kühne verliert Hamburg eine der prägendsten Unternehmerpersönlichkeiten unserer Stadt. Sein Wirken ist untrennbar mit der internationalen Logistik und dem globalen Handel verbunden.“
Katharina Fegebank, zweite Bürgermeisterin Hamburgs (Grüne), erklärte, Kühne habe die Stadt über Jahrzehnte geprägt. Hapag-Lloyd-Vorstandschef Rolf Habben Jansen betonte, Kühne habe dem Unternehmen zur Seite gestanden, als es starke und verlässliche Aktionäre gebraucht habe.