„Stimme des Reitsports“
Legendärer Sportkommentator kündigt Ende seiner Karriere an
24.08.2026 – 08:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Wenn im deutschen TV Reitsport zu sehen ist, ist dazu meist die Stimme von Carsten Sostmeier zu hören. Das hat bald jedoch ein Ende.
Die neunte Weltmeisterschaft war seine letzte. Der legendäre deutsche Reitsport-Kommentator Carsten Sostmeier hat in Aachen seinen finalen WM-Einsatz absolviert. Der 66-Jährige war beim Mannschafts-Gold der deutschen Equipe für den WDR am Mikrofon – und plant nun das Ende seiner Karriere.
Der Deutschen Presse-Agentur sagte Sostmeier: „Ich denke, dass ich mit Aachen den vorzüglichsten Abschluss haben konnte.“ Er sei glücklich, „dass ich noch einmal so ein WM-Finale kommentieren durfte.“
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Seine Entscheidung kleidete er in ein typisches Bild: „Wenn man neun Weltmeisterschaften hinter sich hat und überlegt, dass man bei der 10. dann schon 70 Jahre alt wäre, dann entscheide ich jetzt mal als Reiter Sostmeier für das Pferd Sostmeier.“
Ein Ziel hat er noch im Blick
Sostmeier bezeichnet sich selbst als „Stimme des Reitsports“. Während der Olympischen Spiele in Paris wurde er von TV-Kritikern und Internetnutzern als „Pferdeflüsterer“ gefeiert. Fans lieben seine bildreiche Sprache, andere stören sich daran. Während der Spiele in Paris verbreiteten sich regelmäßig Videoausschnitte seiner Kommentare im Internet.

Ein letztes Ziel hat er noch: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Sostmeier sagte: „Ich merke, wie das alte Pferd mit den Hufen scharrt und die Olympischen Spiele noch im Auge hat.“ Und weiter: „Das wäre für mich ein großartiger Traum, wenn dieser Wunsch in Erfüllung gehen könnte.“ Dafür müsste ihn die ARD in den Olympia-Kader berufen.
In Los Angeles nicht mehr dabei sein wird Sabine Hartelt. Die 66-jährige Journalistin moderierte am Sonntag die WM-Abschlussfeier im WDR – ihre letzte Pferdesport-Übertragung vor dem Ruhestand. Hartelt war viele Jahre eines der Gesichter der ARD-Reitsportberichterstattung.