Abschluss der Reit-WM
40.000 in Aachen – doch das Finale wird „mega ärgerlich“
23.08.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Zwei Tage nach dem Mannschafts-Gold folgt der Dämpfer. Im Einzelfinale der Reit-WM reicht es für keinen der deutschen Starter zu einer Medaille.
Der Schweizer Steve Guerdat hat mit seinem Pferd Dynamix den Einzel-Titel bei der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen gewonnen. Die drei deutschen Starter Daniel Deußer, Marcus Ehning und Sophie Hinners blieben in den beiden Finalrunden ohne Platzierung unter den ersten Fünf. Bestes deutsches Ergebnis war Rang sechs für Deußer.
Hinter Guerdat belegte der Belgier Thibeau Spits mit Impress den zweiten Platz, Bronze ging an den Briten Harry Charles mit Freda. Vor 40.000 Zuschauern in Aachen hatten alle drei deutschen Paare die ersten drei Runden noch fehlerfrei absolviert, doch in den beiden Finalumläufen fielen die Stangen.

Reit-WM in Aachen: „Kann nicht sagen, dass das Pferd müde war“
Deußer war nach drei fehlerfreien Runden als Führender in den Finaltag gegangen und startete gleichauf mit Guerdat in die Schlussrunden. Mit vier Strafpunkten im ersten Umlauf fiel der 45-jährige Hesse vom ersten auf den vierten Rang zurück. Auch der zweite Umlauf misslang, am Ende stand Platz sechs. „Ich kann jetzt nicht sagen, dass das Pferd müde war“, sagte Deußer. „Es waren so Kleinigkeiten.“
Marcus Ehning startete von Platz vier aus ins Finale, doch sein Pferd Coolio verlor ein Hufeisen. Eine Planke wurde dem Paar zum Verhängnis, vor dem letzten Umlauf lag Ehning nur noch auf Rang sechs. „Das ist kein gutes Gefühl, wenn man Fußball mit nur einem Schuh spielt, ist es auch schwierig“, sagte er. Im zweiten Durchgang kassierte der älteste Reiter des deutschen Teams erneut vier Strafpunkte und rutschte auf Platz sieben.

Sophie Hinners startete als Fünfte in das Finale. Ausgerechnet am letzten Sprung des ersten Umlaufs unterlief der 28-Jährigen ein Fehler, der sie auf Rang sieben zurückwarf. Im zweiten Umlauf kamen neun Strafpunkte hinzu, im Endklassement landete sie auf Platz neun. „Das Pferd sprang ganz gewaltig“, sagte Hinners über ihren ersten Durchgang: „Aber den letzten Sprung, den haben wir heute nicht absolvieren können.“ Den Fehler bezeichnete sie als deutlich, fügte aber hinzu: „Den Rest ist er super gesprungen, deshalb bin ich eigentlich glücklich.“