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Sport

Schade und Janelt stoppen Rassismus-Vorfall in London

wochentlich.deBy wochentlich.de19 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Täter muss Geldstrafe zahlen

Deutsche Premier-League-Stars greifen bei Rassismus-Vorfall ein

19.08.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Kevin Schade (l.) spielt seit Sommer 2023 in Brentford, Vitaly Janelt sogar schon seit 2020. (Quelle: IMAGO/Pedro Soares / SPP/imago)

Die deutschen Premier-League-Profis Kevin Schade und Vitaly Janelt beweisen Zivilcourage. Der Täter versucht sich vor Gericht herauszureden – vergeblich.

Einem Bericht des britischen „Telegraph“ zufolge haben die Brentford-Profis Kevin Schade und Vitaly Janelt im März in London einen rassistischen Angriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter gestoppt. Die beiden deutschen Fußballer hielten den Angreifer fest, bis die Polizei eintraf. Ein Londoner Gericht hat den Mann zu einer Geldstrafe von knapp 2.000 Euro verurteilt.

Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden im Londoner Stadtteil Richmond – auf der Heimfahrt nach einem Premier-League-Spiel gegen Leeds United. Ein betrunkener Mann hatte den nigerianischen Sicherheitsmitarbeiter Israel Ilesanmi dort bedrängt und beleidigt. Der 63-jährige Lieferwagenfahrer David Wheeler filmte den Mann laut Anklage zunächst und rief ihm rassistische Sprüche hinterher: „Du bist nicht englisch. Warum bist du hier? Was suchst du hier?“

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Als Schade und Janelt eingriffen, richtete Wheeler seine Aggression gegen die beiden Fußballer. Er beschimpfte sie laut Gericht als „deutsche Idioten“. Die Situation eskalierte: Wheeler trug ein blaues Auge davon, die Profis hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf.

„Die Deutschen sind Sportler und weniger als halb so alt wie ich“

Vor Gericht bestritt Wheeler zunächst, rassistische Äußerungen gemacht zu haben. Ein Notruf hatte seine Aussagen jedoch aufgezeichnet. Daraufhin änderte er seine Darstellung. Wheeler erklärte vor Gericht: „Es war in der Hitze des Gefechts. Ich wurde zu Boden geschlagen. Diese Typen im Auto, die Deutschen, sind Sportler und weniger als halb so alt wie ich. Sie haben mich alle ausgelacht. Ich konnte mein Handy nicht zurückbekommen. Ich musste mir einige schreckliche Beschimpfungen anhören.“

Der Richter zeigte dafür wenig Verständnis. Die Umstände würden die verwendete Sprache nicht rechtfertigen, erklärte er laut „Telegraph“. Zusätzlich zur Geldstrafe muss Wheeler dem Sicherheitsmitarbeiter Ilesanmi 175 Euro Entschädigung zahlen.

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