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You are at:Home»Gesundheit»Diese Herzmedikamente könnten geistigen Abbau bremsen
Gesundheit

Diese Herzmedikamente könnten geistigen Abbau bremsen

wochentlich.deBy wochentlich.de13 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Bei Alzheimer und Vorhofflimmern

Diese Herzmedikamente könnten den geistigen Abbau bremsen


13.08.2026 – 13:55 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Vor allem im höheren Alter treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz häufig gemeinsam auf. (Quelle: seb_ra/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

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Kann ein Blutverdünner den Alzheimer-Verlauf beeinflussen? Laut einer Studie möglicherweise – zumindest bei einer bestimmten Personengruppe.

Blutverdünner kommen bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz, unter anderem bei Vorhofflimmern. Diese verbreitete Herzrhythmusstörung erhöht das Risiko für Schlaganfälle. Medikamente, die die Gerinnung hemmen, können das Risiko senken.

Wie sich in der Studie herausstellte, könnten einige dieser Mittel allerdings noch einen Zusatznutzen haben: Bei Teilnehmern, denen sogenannte neuere orale Gerinnungshemmer (NOAC) verordnet worden waren, nahm die geistige Leistungsfähigkeit etwas langsamer ab als in den Vergleichsgruppen. Die Testpersonen in den Vergleichsgruppen nahmen den älteren Wirkstoff Warfarin oder gar keine Blutverdünner ein.

So lief die Studie ab

Die Forscher nutzten Daten aus mehreren großen schwedischen Gesundheitsregistern. Darin ist unter anderem festgehalten, wann Menschen eine Demenzdiagnose bekommen haben, welche Medikamente ihnen verschrieben wurden und ob später etwa ein Schlaganfall, eine schwere Blutung, ein Knochenbruch oder ein Todesfall auftrat.

Aus fast 96.000 registrierten Demenzpatienten wählte das Team 7.308 Menschen aus, die Alzheimer oder eine Alzheimer-Mischform hatten und schon zuvor an Vorhofflimmern erkrankt waren. (Mit Alzheimer-Mischform ist eine Demenz gemeint, bei der zusätzlich zu Alzheimer noch andere Hirnschäden eine Rolle spielen.)

Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Menschen, die keine Gerinnungshemmer nahmen
  • Personen, die Warfarin verordnet bekommen hatten
  • Teilnehmer, die mit einem neueren oralen Gerinnungshemmer, kurz NOAC, behandelt wurden

Entscheidend für die Einteilung war, welches Medikament den Testpersonen zum Zeitpunkt der Alzheimer-Diagnose verordnet worden war. Die Forscher bestimmten die Therapie also nicht selbst. Stattdessen beobachteten sie anhand der vorhandenen Gesundheitsdaten, wie sich die drei Gruppen in den folgenden Jahren entwickelten.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie schnell die geistige Leistungsfähigkeit nachließ. Dafür wandten die Wissenschaftler einen kurzen Gedächtnis- und Orientierungstest an, der bei der Diagnose und später möglichst einmal im Jahr durchgeführt wurde.

Die Entwicklung wurde bis zu fünf Jahre verfolgt. Zusätzlich prüfte das Team, wie oft Schlaganfälle, schwere Blutungen, Knochenbrüche und Todesfälle vorkamen. Weil sich die drei Gruppen zum Beispiel bei Alter, Vorerkrankungen und anderen Medikamenten unterschieden, versuchte das Team, diese Unterschiede mit statistischen Verfahren möglichst auszugleichen.

Ein kleiner, aber deutlicher Unterschied

Die Auswertung ergab insgesamt ein erwartbares Bild: In allen drei Gruppen nahmen die Testwerte mit der Zeit ab. Allerdings geschah das bei denjenigen, die mit neueren Blutverdünnern – sogenannten NOAC – behandelt wurden, etwas langsamer.

Der Unterschied betrug im Schnitt rund 0,2 Punkte jährlich. Nanbo Zhu, Erstautor der Studie und Forscher am Karolinska Institutet, kommentiert in einer Pressemitteilung: „Für einen einzelnen Patienten ist der Unterschied von Jahr zu Jahr gering. Über einen längeren Zeitraum könnte aber selbst ein solcher Effekt beeinflussen, wie sich die geistige Leistungsfähigkeit entwickelt.“

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