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You are at:Home»Gesundheit»Pockenimpfung: Narbe als lebenslange Erinnerung
Gesundheit

Pockenimpfung: Narbe als lebenslange Erinnerung

wochentlich.deBy wochentlich.de12 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Die Bifurkationsnadel benötigte nur ein Viertel des Impfstoffs. Sie war somit sparsamer und auch leichter in der Anwendung. Die Ausrottung der Pocken ist deshalb zum Teil auch ihr zu verdanken. Die Impfpistole hingegen erwies sich im Vergleich als unhandlich und unzuverlässig. Um die Impfkampagne nicht zu verlangsamen, setzte die WHO deshalb schließlich vor allem die Bifurkationsnadel ein.

Aber bereits vor der Impfkampagne der WHO und der Entwicklung von Impfpistole und Bifurkationsnadel wurde gegen Pocken geimpft, wobei sich die Impftechniken etwas unterschieden. Eine übliche Methode bestand zum Beispiel darin, einen Impfstofftropfen auf die Haut zu geben und diese dann einzuritzen.

Pockenimpfung auch nach Kontakt zu Virus möglich

Doch nicht nur vorbeugend, sondern auch nachdem eine Person bereits Kontakt mit dem Virus hatte, konnten Ärzte eine Pockenimpfung durchführen. Die sogenannte Inkubationsimpfung musste allerdings in einem Zeitraum von vier bis sieben Tagen nach Erstkontakt mit den Pockenviren erfolgen. Nur so konnte ein Ausbrechen der Krankheit verhindert oder zumindest der Krankheitsverlauf abgemildert und eingedämmt werden. Hatte der Hautausschlag jedoch bereits eingesetzt, bot auch die Inkubationsimpfung keinen Schutz mehr. Die erkrankte Person war jetzt hochansteckend.

Beweis für die Pockenimpfung: Narbe am Oberarm

Ob sie gegen Pocken geimpft sind oder nicht, erkennen die meisten heute nur noch an der hellen Narbe am Oberarm. Diese hat jedoch nichts damit zu tun, ob eine Bifurkationsnadel oder eine Impfpistole verwendet wurde. Vielmehr ist sie eine Folge der Impftechnik und der Impfreaktion.

Der Pockenimpfstoff wurde damals gezielt in die Haut (intradermal bzw. intrakutan) injiziert. Dadurch entstand an der Impfstelle nach etwa einer Woche eine kontrollierte Infektion – eine Pustel zeigte die gelungene Immunreaktion an. Das Bläschen heilte daraufhin ab und darüber bildete sich eine Kruste. Nach dem Abfallen dieser Kruste blieb eine Narbe zurück und erinnert damit an die gelungene Pockenimpfung. Ein Impfschutz sollte von da an für etwa drei bis fünf Jahre gewährleistet sein.

Hatten Personen regelmäßigen Kontakt zu Pockenviren, konnte nach dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung durchgeführt werden, die ihnen bis zu 30 Jahre Schutz bieten sollte. Wer diese zweite Pockenimpfung erhalten hat, trägt heute zwei der ovalen Narben am Oberarm.

Warum hinterlassen andere Impfungen keine Narbe?

Egal, wogegen Ärzte heute impfen, eine Narbe bleibt dabei nicht zurück. Das liegt vor allem an der Verabreichungsmethode, denn die Pockenimpfung wurde anders verimpft, als es bei den meisten anderen Impfstoffen der Fall ist. Das medizinische Personal injizierte die Pockenimpfung damals nämlich intrakutan, also in die mittlere Hautschicht.

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