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Sport

Leichtathletik-EM in Birmingham: Großer Ärger um Preise

wochentlich.deBy wochentlich.de11 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Teures Essen und halbleeres Stadion

Großer Ärger um Preise bei der Leichtathletik-EM


11.08.2026 – 17:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kaum was los auf den Tribünen: Auch in der Abendsession am Montag, hier Dreispringerin Erika Saraceni aus Italien, blieben viele Plätze leer. (Quelle: IMAGO/Nordphoto/Memmler/imago)

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Seit Montag läuft die Leichtathletik-EM in Birmingham. Der Zuschauerandrang hält sich bisher jedoch in Grenzen. Über die Gründe wird auf der Insel heftig debattiert.

Die Veranstalter der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham sehen sich nach nur einem vollen Wettkampftag deutlicher Kritik ausgesetzt. Hauptgrund dafür sind die Preise für Eintrittskarten und Verpflegung im Stadion.

Wer an den ersten drei Tagen in der Abendsession auf der Haupttribüne mit dabei sein will, muss dafür umgerechnet rund 129 Euro hinlegen. Karten der Kategorie B kosten ebenfalls einen dreistelligen Betrag – 105 Euro. Die günstigste Karte kostet 30 Euro. Ab Donnerstag sind die Tickets nochmal teurer, für Kategorie-A-Eintrittskarten werden dann bis zum Finaltag am Sonntag 175 Euro aufgerufen. Die günstigste Kategorie bleibt bei 30 Euro.

Auch die Preise für Essen und Getränke im Alexander Stadium stoßen bei vielen Fans auf Unverständnis. Ein Barbecue-Schweinebrötchen kostet umgerechnet rund 21,65 Euro, ein Hotdog 17,55 Euro und eine Flasche Wasser rund 4,60 Euro.

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Wohl eine Folge der Preispolitik: viele leere Plätze auf den Tribünen. Offiziell waren am Montagabend nur etwa 13.000 Zuschauer vor Ort. Damit war das 23.000 Zuschauer fassende Stadion nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt. Die Situation ist besonders heikel, da Londons Bewerbung für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 am Freitag präsentiert wird.

Steve Cram, ehemaliger Weltmeister über 1500 Meter und BBC-Kommentator, sprach während der Übertragung die leeren Ränge an: „Etwas enttäuschend, was die Zuschauerzahlen angeht. Besonders auf der Gegengeraden sind kaum Leute auf den Tribünen.“

imago images 1080895769Vergrößern des Bildes
Viele Zuschauer schauten beim das 800-Meter-Rennen der Spanierin Marta Mitjans und ihren Konkurrentinnen im Stadion nicht zu. (Quelle: IMAGO/David Sarmiento / VWPics/imago)

Kommentatoren-Kollegin Sonja McLaughlan schloss sich an, schrieb auf X: „Ich bin tatsächlich schockiert über die Preise. Es ist schade für die Athleten, die Besseres verdienen. Der Sport hat dieses wertvolle Zeitfenster ohne Fußball und mit freier TV-Übertragung, aber die leeren Ränge lassen alles matt wirken.“

Parken für 20 Euro – 45-Minuten-Fußweg inklusive

Damit nicht genug: Die Parkgebühren verursachen ebenfalls viel Unmut. Für das Park-and-Ride-System werden umgerechnet mehr als 26 Euro verlangt. Die etwas günstigere Park-and-Walk-Option kostet rund 20,50 Euro – allerdings ist dafür ein 45-minütiger Fußweg nötig, um zum Stadion zu gelangen.

Auch in der Innenstadt von Birmingham ist von der prestigeträchtigen Veranstaltung wenig zu spüren. Kritiker bemängeln, dass Birmingham 2026 nicht genug getan habe, um Gelegenheitsfans anzulocken. Weitere Kritikpunkte sind die späten Endzeiten der Wettkämpfe – die letzte Disziplin endet nach 21:50 Uhr – und die schwierige Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.

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