Nach Pergamonmuseum
Berlins Museumsinsel: Nächstes Wahrzeichen droht abzusacken
11.08.2026 – 05:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Es ist fast 200 Jahre alt und sinkt langsam in den Untergrund: Berlins Altes Museum braucht dringend Hilfe. Was die Stiftung jetzt plant.
Risse im Mauerwerk, ein Gebäude, das sich langsam in den Boden setzt: Das Alte Museum auf der Berliner Museumsinsel zeigt deutliche Alterserscheinungen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) reagiert nun darauf und kündigt eine Generalsanierung des fast 200 Jahre alten Hauses an. Damit steht nach dem Pergamonmuseum das nächste bedeutende Gebäude der Museumsinsel vor einer umfassenden Erneuerung.
Geplant ist laut SPK deutlich mehr als eine reine Ausbesserung der Schäden. Neben der Sanierung des Mauerwerks soll auch die technische Ausstattung des Hauses modernisiert werden, hinzu kommen neue Bereiche für den Besucherservice. Zudem soll das Museum an die Archäologische Promenade angeschlossen werden – den unterirdischen Gang, über den bereits mehrere Häuser der Museumsinsel miteinander verbunden sind.
Altes Museum senkt sich im Laufe der Zeit weiter ab
Ursache für die Schäden ist die Beschaffenheit des Untergrunds. Wie die gesamte Museumsinsel steht auch das Alte Museum auf weichem, feuchtem Boden. Beim Bau im frühen 19. Jahrhundert wurden deshalb rund 3.000 Pfähle aus Kieferholz in den Grund gerammt, auf denen das Fundament ruht. Diese Konstruktion sei zwar bis heute intakt, dennoch senke sich das Gebäude im Laufe der Zeit weiter ab, teilte die Stiftung mit.
Einen genauen Starttermin für die Arbeiten nannte die SPK bislang nicht. Als Zeitraum ist von den 2030er-Jahren die Rede – ein Jahrzehnt, das fast genau mit dem 200. Jubiläum des 1830 eröffneten Museums zusammenfällt.