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Sport

Paolo Maldini kritisiert FIGC-Chef – „das ist inakzeptabel“

wochentlich.deBy wochentlich.de9 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Er war nur 16 Tage im Amt

Ex-Italien-Boss kritisiert Verbandschef: „Das ist inakzeptabel“


09.08.2026 – 17:27 UhrLesedauer: 2 Min.

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Paolo Maldini: Die italienische Fußball-Legende trat nach nicht einmal drei Wochen von ihrem Amt zurück. (Quelle: IMAGO/Emanuele Roberto De Carli)

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Die Trainersuche der italienischen Nationalelf wurde überraschend turbulent. Ein ehemaliger Verantwortlicher gibt jetzt weitere Einblicke.

Erst solle es Pep Guardiola werden, dann Andrea Pirlo – schlussendlich wurde es Roberto Mancini. Die Trainersuche der italienischen Nationalmannschaft war eine ungewöhnliche. Denn mittendrin trat auch der Sportdirektor des italienischen Fußballverbands FIGC, Paolo Maldini, zurück. Dabei war dieser zu dem Zeitpunkt erst 16 Tage im Amt gewesen.

In einem Interview mit der Zeitung „Corriere della Sera“ gab Maldini jetzt Einblicke in seine Entscheidung – und übte Kritik an FIGC-Präsident Giovanni Malagò. Das neu gewählte Oberhaupt hatte Maldini nach dessen Aussage rund um Ostern kontaktiert, um ihn in „seinem Team“ zu haben. Dabei sollte der neue Sportdirektor Maldini in diversen Schlüsselfragen Entscheidungsfreiheit haben. Darunter auch die nach dem neuen Nationaltrainer. Malagò habe gesagt: „Den Trainer bestimmt ihr, und ich stimme dem zu.“

Giovanni Malagò ist seit diesem Jahr Präsident des FIGC.Vergrößern des Bildes
Giovanni Malagò ist seit diesem Jahr Präsident des FIGC. (Quelle: IMAGO/Domenico Cippitelli/IPA Sport)

Maldini habe daraufhin erst Carlo Ancelotti lose kontaktiert, der aber bei Brasilien fest im Sattel sitzt. Anschließend sei der Kontakt zu Pep Guardiola aufgenommen worden. Mit dem Spanier sei man in den Gesprächen sehr weit gewesen, sich auch über Gehalt und Kaderplanung einig gewesen. Dann habe Guardiola aber abgelehnt, weil er nach der langen und anstrengenden Zeit bei Manchester City doch erst einmal eine Pause machen wolle. Auf eine Absage Guardiolas seien Maldini und sein Team aber vorbereitet gewesen.

Ein folgenschwerer Anruf von Malagò

Ein junger Trainer mit offensivem Spielstil sollte die italienische Nationalelf wieder auf Vordermann bringen. Andrea Pirlo war der Wunschkandidat. Der Ex-Fußballer hatte auch Interesse an der Aufgabe, eine Einigung gab es Medienberichten zufolge auch. Weil Pirlo aber Botschafter eines russischen Wettanbieters ist, wurde die Personalie kritisiert. Schließlich führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Maldini betonte nun: „Diese Sache hat sicherlich eine Rolle gespielt.“

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Pirlo bekam den Job schlussendlich nicht – und Maldini trat zurück. Denn der Sportdirektor war überzeugt, dass die Russland-Thematik nur ein Vorwand der FIGC-Führung war, Pirlo nicht zu nehmen. „Auf jeden Fall wurde das Thema völlig übertrieben dargestellt. Pirlo war bereit, die Beziehungen zu dem russischen Wettanbieter zu beenden“, sagte er nun. Darüber habe Maldini auch FIGC-Präsident Malagò informiert. Dennoch kam kurz danach ein folgenschweres Gespräch: „Malagò hat mich (…) angerufen und gesagt: ‚Meiner Meinung nach können wir Pirlo nicht mehr verpflichten. Ab heute bestimme ich den Trainer. Ab heute ändern sich die Regeln: Ich bestimme den Nationaltrainer, und ihr stimmt zu.'“

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