Große Unterschiede beim Wohnort
Hier kostet die Hausratversicherung das Dreifache
08.08.2026 – 09:58 UhrLesedauer: 3 Min.
In manchen Städten ist das Einbruchsrisiko deutlich höher. Eine neue Studie zeigt nun, wie stark sich dieses Risiko auf die Versicherungsbeiträge auswirkt.
Hausratversicherungen gehören zu den beliebtesten Versicherungen. Drei Viertel der deutschen Haushalte verfügen über den entsprechenden Schutz für ihr Hab und Gut. Wie viel sie dafür jedoch zahlen müssen, hängt stark von ihrem jeweiligen Wohnort ab. Präziser: vom regionalen Einbruchsrisiko.
Das belegt eine Untersuchung des Leipziger Softwareunternehmens Inveda. Dieses hatte die Preise für Hausratversicherungen mit der aktuellen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts verglichen. Maßstab der Berechnung war ein von dem Unternehmen erstellter Musterkunde: ein 50-jähriger Angestellter, der in einer dauerhaft bewohnten 80-Quadratmeter-Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses lebt. Die Versicherungssumme der Hausratversicherung liegt bei 52.000 Euro, die Beiträge wurden jährlich gezahlt, eine Selbstbeteiligung gab es nicht.
Hohe Preise in Einbruchshochburgen
Die Auswertung zeigt: Wo weniger eingebrochen wird, ist die Hausratversicherung deutlich günstiger zu haben als in Einbruchshochburgen: Wer seine Wertsachen in Erlangen schützen will, zahlt für die entsprechende Versicherung im günstigsten Fall 21,38 Euro im Jahr. Erlangen ist in der aktuellen Kriminalstatistik mit 25 Einbrüchen je 100.000 Einwohnern eine der Großstädte mit einem vergleichsweise geringen Einbruchsrisiko. Auch in Würzburg, Regensburg und Augsburg, wo das Einbruchsrisiko ebenfalls gering ausfällt, sind die Preise für eine Hausratversicherung niedrig.
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Deutlich mehr müssen Kunden indes in Einbruchshochburgen wie Mülheim an der Ruhr (47,84 Euro im Jahr), Essen (48,92 Euro), Düsseldorf (54,36 Euro) und Berlin (64,16 Euro) zahlen. In der deutschen Hauptstadt, die im vergangenen Jahr 288 Einbrüche je 100.000 Einwohner zählte, zahlt man somit knapp das Dreifache der Preise in den bayerischen Städten. Auch bei Premiumtarifen sind die Preisunterschiede deutlich: Während der teuerste Tarif in den bayerischen Städten unter 110 Euro kostet, werden in Berlin bis zu 324,29 Euro verlangt.
| Stadt | Einbruchshäufigkeit 2025 je 100.000 Einwohner | Günstiger Beitrag/ Jahr |
|---|---|---|
| Erlangen | 25 Einbrüche | 21,38 Euro |
| Würzburg | 24 Einbrüche | 22,08 Euro |
| Regensburg | 31 Einbrüche | 22,10 Euro |
| Augsburg | 35 Einbrüche | 22,14 Euro |
| Mülheim an der Ruhr | 331 Einbrüche | 47,84 Euro |
| Essen | 302 Einbrüche | 48,92 Euro |
| Düsseldorf | 249 Einbrüche | 54,36 Euro |
| Berlin | 288 Einbrüche | 64,16 Euro |
Insgesamt zählten die Versicherer im vergangenen Jahr rund 100.000 versicherte Einbrüche, rund 5.000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Mit 3.850 Euro lag der durchschnittliche Schaden je Einbruch indes so hoch wie noch nie seit Beginn der Messung.
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