Kuriose Rückkehr
Kater verschwindet spurlos – plötzlich taucht er wieder auf
07.08.2026 – 16:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Februar 2021 verschwindet Kater Sören aus Hesedorf. Seine Halterin gibt die Hoffnung dennoch nicht auf – und erlebt Jahre später ein unverhofftes Wiedersehen.
Fünfeinhalb Jahre lang fehlte von Kater Sören jede Spur. Dann erhielt seine Halterin Roswitha Streich aus dem Bremervörder Ortsteil Hesedorf plötzlich eine Nachricht: Ihr vermisstes Tier wurde rund zehn Kilometer von seinem Zuhause entfernt gesichtet. Noch am selben Tag machte sie sich auf die Suche – wenig später folgte dann die langersehnte Reunion.
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Der Freigänger war im Februar 2021 nicht nach Hause zurückgekehrt. Das sei völlig untypisch gewesen, berichtet Streich laut der Tierschutzorganisation Tasso. Normalerweise habe Sören nie sein Frühstück verpasst. „Wenn ich rief: ‚Söri, Söri, es gibt Frühstück‘, dann kam er sofort angerannt“, erinnerte sie sich.
Video brachte den entscheidenden Hinweis
Nach seinem Verschwinden suchte Streich wochenlang nach dem Kater, informierte Nachbarn, Tierarztpraxen und Tierschutzvereine, richtete Futterstellen ein und engagierte sogar ein Suchhundeteam. Zudem meldete sie Sören bei Tasso als vermisst. Ein Lebenszeichen gab es jedoch jahrelang nicht.
Die entscheidende Spur lieferte schließlich ein in den sozialen Medien veröffentlichtes Video eines herumstreunenden Katers. Eine Frau erkannte Ähnlichkeiten mit Sören und verglich das Tier mit den Vermisstenmeldungen auf der Internetseite von Tasso. Die Organisation verständigte daraufhin Streich.

Roswitha Streich: „Ich war den Tränen nah“
Gemeinsam mit einer Freundin und ihrem Collie Eric fuhr die Halterin zur Sichtungsstelle nahe Mulsum. Die Suche führte sie zu einem Hof an einem Feld. Während sie dort mit einer Familie sprach, tauchte der vermisste Kater plötzlich auf. „Sören sprang aus dem Feld. Er kam direkt auf mich zu, ließ sich streicheln und begrüßte auch Eric. Ich war den Tränen nah“, erzählte Streich.
Zurück in Hesedorf habe sich Sören sofort wieder heimisch gefühlt und in seine alte Hängematte gelegt. Ein Abgleich seines Mikrochips und der Tätowierung in seinem Ohr bestätigte seine Identität schließlich zweifelsfrei.
