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Nach 100 Tagen räumt München-OB Fehler in Kommunikation ein

wochentlich.deBy wochentlich.de7 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Nach 100 Tagen räumt München-OB Fehler in Kommunikation ein
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100 Tage im Amt

OB Krause zieht Bilanz – und räumt einen Fehler ein

07.08.2026 – 15:59 UhrLesedauer: 3 Min.

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Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) ist nun rund 100 Tage im Amt. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

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Seit dem 1. Mai regiert Dominik Krause als erster grüner Oberbürgermeister Münchens. Nach 100 Tagen im Amt fällt seine Bilanz gemischt aus.

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat nach 100 Tagen im Amt eine erste Bilanz gezogen. Dabei gestand er am Freitag im Rathaus bei einer Pressekonferenz einen Kommunikationsfehler ein: Die Ankündigung, den kostenlosen Kindergarten für alle ab September 2027 zu streichen, hätte besser vorbereitet werden müssen.

Krause ist seit dem 1. Mai im Amt – mit 35 Jahren als zweitjüngster OB in der Stadtgeschichte nach Hans-Jochen Vogel (SPD), der einst mit 34 Jahren Stadtchef wurde, und als erster Grünen-Politiker in diesem Amt überhaupt. Im März hatte er die Stichwahl gegen den als klaren Favoriten gehandelten Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) mit deutlichem Vorsprung gewonnen. „4,5 Prozent der Amtszeit sind dann tatsächlich schon vorbei“, sagte er zur Bilanz.

  • Mit Jugendliebe ins Rathaus: Das ist der Mann an der Seite von Münchens OB

Holprige Regierungsbildung in München

Schon die Regierungsbildung verlief holprig. Die von Krause angestrebte Koalition aus Grünen, Rosa Liste, SPD und Volt scheiterte – ausgerechnet an Volt, das erstmals in Fraktionsstärke in den Stadtrat eingezogen war und vor der Stichwahl noch Wahlwerbung für Krause gemacht hatte. Stattdessen führt er nun eine sogenannte Mango-Koalition aus Grünen, Rosa Liste, SPD, FDP und Freien Wählern. „Die Witze über den Begriff sind hoffentlich alle schon gemacht“, sagte Krause dazu. Zum Konzept eines „neuen Miteinanders“ im Rathaus gehört für ihn auch, dass er mit Alexander Dietrich einen CSU-Politiker zum Kommunalreferenten ernannt hat.

Einen frühen Erfolg konnte Krause bereits nach sieben Tagen im Amt verbuchen: Er erlaubte das Surfen auf der Eisbachwelle wieder, die zuvor monatelang gesperrt gewesen war. Er selbst relativierte das allerdings: Es sei „nicht ein Erfolg des neuen Oberbürgermeisters, dass es so kam, wie es kam“.

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Knapper Wohnraum in München

Das beherrschende Thema seines Wahlkampfs war die Wohnraumsituation in München. Noch im Mai berief Krause einen Wohnungsgipfel ein. Mitte Juli beschloss der Stadtrat die Einrichtung einer Umbauagentur, die leerstehende Büroflächen in Wohnraum umwandeln soll.

Kritik kommt derweil von der Stadtrats-Linken. Ihr Vorsitzender Stefan Jagel sagt: „In 100 Tagen OB Krause ist vor allem eins gestiegen: Die Mieten. Wer 100 Tage im Amt ist und noch keinen wirksamen Vorschlag gegen explodierende Mieten vorgelegt hat, lässt die drängendste soziale Frage der Stadt liegen. Die Menschen können sich das Warten nicht länger leisten.“

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