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Gesundheit

Alkohol und Betablocker: Risiken und Wechselwirkungen

wochentlich.deBy wochentlich.de6 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Alkohol und Betablocker: Risiken und Wechselwirkungen
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Belastung für das Herz-Kreislauf-System

Alkohol und Betablocker – wann die Kombination riskant ist


Aktualisiert am 06.08.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 3 Min.

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Mann nimmt eine Tablette ein (Symbolbild): Die Einnahme von Betablockern kann bei gewissen Krankheiten helfen, birgt aber auch Risiken – unter anderem in Kombination mit Alkohol. (Quelle: Jelena Stanojkovic/getty-images-bilder)

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Wer Betablocker nimmt, sollte mit Alkohol vorsichtig sein. Sonst drohen unter Umständen unerwünschte Wirkungen. Das ist jedoch nicht der einzige Grund.

Betablocker sind Medikamente, die unter anderem den Herzschlag verlangsamen und – je nach Wirkstoff und Erkrankung – den Blutdruck senken. Menschen mit gewissen Herzerkrankungen oder Bluthochdruck bekommen sie häufig längerfristig verordnet und fragen sich dann möglicherweise, was die Einnahme für ihren Alltag bedeutet: Müssen sie ihre Lebensgewohnheiten an die Behandlung anpassen? Was gilt es zu beachten – zum Beispiel im Hinblick auf Alkohol?

Tatsächlich spricht einiges dafür, während der Behandlung mit Betablockern lieber auf Alkohol zu verzichten. Wer das nicht möchte, sollte in jedem Fall zunächst mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob Alkohol in gewissen Maßen in Ordnung ist – und wenn ja, wie viel es sein darf. Denn die Kombination von Alkohol und Betablockern birgt Risiken. Welche, lässt sich nicht pauschal sagen, sondern hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere:

  • vom genauen Wirkstoff,
  • von der Erkrankung,
  • vom sonstigen Gesundheitszustand der behandelten Person,
  • von der Dosis und weiteren eingenommenen Medikamenten und
  • davon, wie viel Alkohol getrunken wird beziehungsweise werden soll.

Eine für alle Betablocker und alle behandelten Personen gleichermaßen sichere Alkoholmenge ist nicht bekannt. Maßgeblich sind deshalb auch die Hinweise in der Packungsbeilage des konkret verordneten Präparats.

Betablocker und Alkohol – welche Wechselwirkungen sind möglich?

Betablocker können in Kombination mit Alkohol zu einem allzu niedrigen Blutdruck führen, der sich unter anderem in Schwindel, Benommenheit, Schwäche oder im schlimmsten Fall einer Ohnmacht äußert. Wie hoch das Risiko ist, hängt jedoch vom Wirkstoff, der Dosis, dem Ausgangsblutdruck und weiteren Medikamenten ab. Besonders vorsichtig sollten Behandelte zu Beginn der Therapie und nach einer Dosiserhöhung sein.

Alkohol kann ebenfalls einen Blutdruckabfall herbeiführen, wobei die Wirkung von der Menge und vom zeitlichen Abstand zum Konsum abhängt. In Studien hatten weniger als 14 Gramm reiner Alkohol kurzfristig kaum oder keinen Einfluss auf den Blutdruck der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mengen zwischen 14 und 28 Gramm senkten ihn in den ersten Stunden im Durchschnitt leicht. Bei mehr als 30 Gramm Alkohol sank der Blutdruck in den Studien zunächst. Nach mindestens 13 Stunden stieg er im Durchschnitt wieder an.

Die zugrunde liegenden Studien waren klein und wurden überwiegend mit gesunden Männern durchgeführt. Daraus lässt sich daher keine sichere Alkoholmenge für Menschen ableiten, die Betablocker einnehmen.

Im Beipackzettel einiger Betablocker, beispielsweise Propranolol und Carvedilol, wird darüber hinaus noch aus einem anderen Grund von Alkohol abgeraten: Bei Propranolol kann Alkohol den Wirkstoffspiegel im Blut erhöhen und die Wirkung beeinflussen. Bei Carvedilol wird vor allem vor einem übermäßigen zeitgleichen oder zeitnahen Alkoholkonsum gewarnt, weil Alkohol dessen Wirkung beeinflussen und den Blutdruck zusätzlich senken kann. Die Angaben können sich je nach Präparat unterscheiden.

Wer nach dem Alkoholkonsum stark schwindelig oder benommen ist, sollte sich hinsetzen oder hinlegen und nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Bei einer Ohnmacht, ausgeprägter Atemnot, Brustschmerzen, Verwirrtheit oder anhaltenden schweren Kreislaufbeschwerden ist eine sofortige medizinische Abklärung nötig.

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