Handball-Legende
„Das tut weh“: „Kretzsche“ warnt seine Ex-Füchse vor der neuen Saison
05.08.2026 – 04:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Stefan Kretzschmar spricht über seinen Abschied bei den Füchsen Berlin. Den Kontakt zu einem Weggefährten hat er inzwischen offenbar komplett abgebrochen.
Rund ein Jahr nach seinem abrupten Abschied bei den Füchsen Berlin hat sich Stefan Kretzschmar zu seiner Zeit beim Hauptstadtklub geäußert – und dabei deutlich gemacht, dass ein Bruch mit seinem früheren Chef Bob Hanning offenbar endgültig ist. Auf die Frage, ob er noch Kontakt zu Hanning habe, antwortete der frühere Sportvorstand im Interview mit dem „Tagesspiegel“ knapp: „Nein. Aber das ist so, wie es ist. Das ist Teil des Berufslebens. Das ist zu akzeptieren, und das ist auch in Ordnung.“
Zum Verein selbst hält Kretzschmar dagegen weiterhin engen Kontakt. Seine fünf Jahre bei den Füchsen bezeichnete er als „die Endstufe des Vereinshandballs“. Ein Engagement bei einem anderen Klub schließt er derzeit aus: „Momentan sehe ich kein Szenario, für einen anderen Verein zu arbeiten“, so Kretzschmar. Nach seinem Aus hat er mit seiner Agentur „dreisiebenmedia“ eine neue berufliche Aufgabe gefunden, mit der er gemeinsam mit Jari Brüggmann und Lennart Wilken-Johannes Handballspieler vermarkten und bei ihrem Social-Media-Auftritt unterstützen will. Als Spielerberater tritt die Agentur nach eigenen Angaben nicht auf, Verträge werden nicht verhandelt.
Nicht Füchse Berlin: Das ist „Kretzsches“ Meister-Favorit
Mit Blick auf die kommende Bundesliga-Saison äußerte sich Kretzschmar auch zu seinem ehemaligen Verein. Die Füchse Berlin dürfe man „sowieso nie unterschätzen, solange Mathias Gidsel in diesem Verein spielt“, sagte er über den dänischen Welthandballer. Gleichzeitig warnte er vor den personellen Verlusten des Klubs: Die Abgänge von Andersson, Milosavljev und Herburger ließen sich „nicht so leicht ersetzen“. Das tue „in der Persönlichkeitsstruktur dieser Mannschaft weh“.
Als klaren Favoriten auf die deutsche Meisterschaft nannte Kretzschmar den SC Magdeburg: „Darüber muss ich noch nicht mal nachdenken.“ Dahinter rechnet er der SG Flensburg-Handewitt gute Chancen aus, traut auch dem THW Kiel nach einer enttäuschenden Vorsaison eine positive Überraschung zu und sieht zudem den VfL Gummersbach „weit vorne“.
