Andere ziehen nach
Verband kündigt Nicht-Wahl von Infantino an
Aktualisiert am 03.08.2026 – 15:05 UhrLesedauer: 1 Min.
Im kommenden Jahr finden die Fifa-Präsidentschaftswahlen statt. Gianni Infantino hat aktuell noch keinen Gegenkandidaten – aber auch schrumpfende Unterstützung.
Drei Fußballverbände haben Gianni Infantino öffentlich die Unterstützung für seine Wiederwahl als Fifa-Präsident entzogen. Zuerst teilte der Walisische Fußball-Verband (FAW) nach einem Bericht von Sky News der Fifa diese Entscheidung mit. Wenig später zog der englische Verband nach, laut „Times“ werde die Football Association (FA) Infantino ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen. Serbien war dann die Nummer drei. Die Wahl ist für März 2027 in Marokko geplant.
Der walisische Verband FAW erklärte laut Sky News: „Die jüngsten Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen.“ Und weiter: „Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können.“
Wales und England sind Co-Gastgeber der EM 2028 im Vereinigten Königreich und Irland sowie Mitglied der Uefa.
Der europäische Dachverband Uefa hatte Infantino zuletzt scharf kritisiert. Grund dafür waren Infantinos Pläne, Anteile an der WM an private Investoren zu verkaufen. Aufgrund eines massiven Widerstands zog Infantino die Pläne zurück.
Infantino steht seit 2016 an der Spitze des Weltverbands. Am 18. März 2027 möchte er sich auf dem 77. Fifa-Kongress in Rabat den Statuten zufolge ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen.
