Das steckt dahinter
Bremer AfD-Konkurrent: Neuer Name für Partei
01.08.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein alter Name kehrt in die Bremer Politik zurück. Der Landesverband stellt sich nach internen Brüchen für die kommende Bürgerschaftswahl neu auf.
In Bremen steht die Rückkehr einer bekannten Partei bevor: Der Landesverband des rechtsksonservativen Bündnis Deutschland (BD) will sich organisatorisch von der Bundespartei lösen und wieder als „Bürger in Wut“ auftreten. Der Bundesparteitag machte am Samstag den Weg dafür frei.
Wie Radio Bremen unter Berufung auf Landeschef Jan Timke berichtet, stimmten 85 Prozent der Mitglieder in Iserlohn für die nötige Satzungsänderung. Bei der Bürgerschaftswahl am 30. Mai 2027 will die Partei unter ihrem früheren Namen antreten.
Partnerschaft nach CDU/CSU-Modell
Die Pläne waren bereits vor dem Parteitag bekannt geworden. Timke hatte dem „Weser-Kurier“ bestätigt, dass sich der Bremer Landesverband wieder organisatorisch eigenständig aufstellen wolle. Mit Bündnis Deutschland strebe er anschließend eine Partnerschaft nach dem Vorbild von CDU und CSU an.
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Timke begründete den Schritt mit der größeren Bekanntheit des alten Namens. „Er war ein Aktivposten bei zurückliegenden Wahlen“, sagte er der Zeitung. Zudem sei Bündnis Deutschland an Informationsständen wiederholt mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verwechselt worden.
Am Montag will Timke die Abgeordneten seiner Fraktion über den Beschluss informieren. Nach Angaben von Radio Bremen soll die Fraktion bis zum Ende der parlamentarischen Sommerpause in „Bürger in Wut“ umbenannt werden.
Drei Abgeordnete verließen die Fraktion
Die Bürger in Wut hatten bei der Bürgerschaftswahl 2023 landesweit 9,4 Prozent der Stimmen erreicht. Das reichte für zehn Mandate. Anschließend fusionierte die Wählervereinigung mit der damals neu gegründeten Partei Bündnis Deutschland. In Wahlumfragen rutschte das BD in den Bereich „Sonstige“ ab.
Die gemeinsame Fraktion verlor später allerdings mehrere Mitglieder. Holger Fricke, Meltem Sagiroglu und Sascha Schuster gründeten im Oktober 2025 die „Bürgerallianz Bremen/Bremerhaven“. Alle drei waren 2023 für die Bürger in Wut in die Bürgerschaft eingezogen. Als Gründe für ihre späteren Austritte nannten sie interne Streitigkeiten und fehlenden Teamgeist.
