Anschlag auf CSD in Berlin
„Heute trauern wir“: Tausende solidarisieren sich bei Mahnwache
28.07.2026 – 01:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Der mutmaßliche Attentäter ist tot, die queere Community trauert. In München versammeln sich Tausende – und Münchens OB richtet deutliche Worte nach Berlin.
Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben in München rund 4.000 Menschen an einer Mahnwache teilgenommen. Das berichteten die Veranstalter anschließend. Die Zahl war demnach mit der Schätzung der Polizei abgestimmt.
Zuvor hatte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) Regenbogenflaggen als Symbol der Toleranz vor dem Rathaus aufhängen lassen.
„Heute trauern wir und wir stehen zusammen“
Die Gedanken aller seien bei den Verletzten, den Angehörigen und Freunden und Freundinnen der getöteten Person sowie bei denen, die das Geschehen miterleben mussten, sagte der Münchner CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge. „Unsere ganze Solidarität gilt dem Berliner CSD und der queeren Community in Berlin. Heute trauern wir und wir stehen zusammen.“
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Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Am Sonntagabend erschoss die Polizei den mutmaßlichen Attentäter Abdul Ballout.
Münchens OB Krause betont, wie wichtig offene Gesellschaft ist
Krause – der Ende Juni beim Münchner CSD mit seinem Lebensgefährten teilgenommen hatte – bezeichnete die Tat in einem Brief an seinen Berliner Amtskollegen Kai Wegner (CDU) als Anschlag „gegen die LGBTIQ+-Community und gegen unsere demokratische Gesellschaft“.
Krause betonte, wie wichtig es sei, die offene Gesellschaft und deren demokratische Errungenschaften zu verteidigen. „Dazu gehören das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, der Schutz von Minderheiten und das Demonstrationsrecht. All dies wurde durch den Anschlag vom Wochenende angegriffen.“
