Anschlag auf Berliner CSD
Das ist über den Tatverdächtigen Abdul Ballout bekannt
26.07.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann ist nach dem Anschlag auf den Berliner CSD auf der Flucht: Abdul Ballout. Was weiß man über ihn? Ein Überblick über die am Sonntag kursierenden Informationen.
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD am Samstagabend wird nach Abdul Ballout gesucht. Der 21-Jährige, den die Ermittler als Tatverdächtigen ausgemacht haben, war schon im Vorfeld des Anschlags mit einer Toten und mehreren Verletzten der Polizei bekannt.
Der Sprecher der Berliner Polizei, Florian Nath, erklärte am Sonntag, der Tatverdächtige des Anschlags werde „der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“. Mehrere Medien wollen am Sonntag durch Informationen aus Sicherheitskreisen nun Neues über Ballout erfahren haben.
Laut der „Bild“-Zeitung und dem „Spiegel“ wollte Ballout 2025 nach Syrien ausreisen, wurde jedoch im Libanon festgenommen und als deutscher Staatsbürger nach Berlin zurückgeführt. Er soll zu diesem Zeitpunkt bereits einen Anschlag geplant haben. Im Mai 2026 soll das Amtsgericht Tiergarten ihn dann zu einem Jahr und zehn Monaten Haft wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt haben.
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Anschlag auf Berliner CSD: Behörden hatten Tatverdächtigen offenbar im Blick
Die Strafe saß der junge Mann in der Jugendstrafanstalt Plötzensee ab, so die Justizverwaltung gegenüber dem „Tagesspiegel“. Während der laufenden Berufungszeit stand Ballout wohl zwischenzeitlich auch unter polizeilicher Beobachtung und Betreuung durch einen Berater. Der „Welt“ zufolge hätte er am Montag seinen nächsten Beratungstermin wahrnehmen müssen.
Am Sonntag durchsuchte die Polizei die Wohnung von Abdul Ballout. Eine t-online-Reporterin vor Ort berichtete, dass Polizisten einen Karton mit der Aufschrift „Spusi“ aus dem Wohnhaus in ein Auto trugen.
Ballout war offenbar bereits zuvor mit der Justiz in Konflikt geraten: In seiner Wohnung soll die Polizei schon einmal eine Durchsuchung durchgeführt haben – nachdem er ein Foto einer vermeintlichen Schusswaffe im Netz veröffentlicht hatte. Gefunden wurde laut „Bild“ jedoch nur eine Spielzeugwaffe. Eine Bestätigung für den Bericht gab es am Sonntagmittag nicht.

