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Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach Todesfällen

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach Todesfällen
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Hitze-Wochenende

Tote in Leverkusener Klinik: Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt

13.07.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Krankenzimmer (Symbolbild): Nach Hitzetoten in NRW prüft die Staatsanwaltschaft, ob es menschliches Versagen gab (Quelle: Sven Hoppe/dpa./dpa)

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Nach zwölf Todesfällen in einem Leverkusener Krankenhaus ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft. Es geht um den Verdacht auf menschliches Mitverschulden.

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat nach zwölf Todesfällen im St. Remigius-Krankenhaus in Leverkusen am Hitze-Wochenende Ende Juni sieben Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Drei davon wurden inzwischen wieder eingestellt, wie das nordrhein-westfälische Justizministerium mitteilte.

Vier Verfahren sind demnach noch offen. Eines davon richtet sich gegen einen Busfahrer. In dessen Fahrzeug war ein hochbetagter Mann gestürzt, der später im Krankenhaus starb. Die hohen Temperaturen spielten bei diesem Fall nach Angaben der Behörden jedoch keine Rolle.

Die Kölner Ermittler prüfen damit, ob bei den Todesfällen möglicherweise ein menschliches Mitverschulden vorlag. Todesermittlungsverfahren werden grundsätzlich nur eingeleitet, wenn etwa der Verdacht besteht, dass Schutzmaßnahmen unterlassen wurden.

Neben den Fällen aus Leverkusen befassen sich Staatsanwälte auch mit weiteren möglichen Hitzetoten in Nordrhein-Westfalen. In einem Dürener Krankenhaus soll eine 56 Jahre alte Frau vermutlich einen Hitzschlag erlitten haben. Ein weiteres Verfahren betrifft den Tod einer Frau in einer Duisburger Helios-Klinik.

St. Remigius-Krankenhaus: Zwölf Todesfälle nicht überdurchschnittlich

Das St. Remigius-Krankenhaus hatte erklärt, die zwölf Todesfälle seien für die Klinik in diesem Zeitraum keine überdurchschnittlich hohe Zahl. Die verstorbenen Patienten seien im Durchschnitt 86 Jahre alt gewesen. Das Krankenhaus stehe nach eigenen Angaben in engem Austausch mit den zuständigen Behörden.

Experten gehen davon aus, dass die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen zu mehr Todesfällen in Nordrhein-Westfalen geführt haben. Genaue Zahlen lassen sich jedoch nur schwer ermitteln. Vor allem bei älteren oder bereits erkrankten Menschen ist häufig nicht eindeutig festzustellen, ob die Hitze direkt oder indirekt zum Tod beigetragen hat.

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