Tosca, die legendäre Oper, deren Geschichte von Liebe, Eifersucht, Machtgier und Intrigen durchdrungen ist und in einer Tragödie endet, wird auf einer der beeindruckendsten Open-Air-Bühnen Europas von Thaddeus Strassberger, Regisseur und Bühnenbildner, zum Leben erweckt.
Die Kostüme stammen erneut von Giuseppe Palella, der zusammen mit Strassberger bereits 2021 mit Turandot und 2024 mit Aida das Publikum im Steinbruch St. Margarethen verzauberte.
Das Residenzorchester der Österreichischen Oper im Steinbruch ist das Piedra Festival Orchestra, das aus ungarischen Musikern besteht. In der diesjährigen Produktion werden auch zwei ungarische Künstler mitwirken, Zoltán Nagy und Adorján Pataki.
2021 zauberten Strassberger und Palella die Zauberwelt Asiens auf die Bühne, 2024 folgte Ägypten; 2026 werden sie mit ihrer Tosca-Inszenierung an Rom zur Zeit der Napoleonischen Kriege erinnern. In einem Video erklärt Strassberger sein Regiekonzept und die Herausforderungen der Arbeit im Steinbruch:
Optisch folgt die Inszenierung der Ästhetik des barocken Roms. Die Spannung zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Licht und Schatten spiegelt sich auch in Palellas Kostümentwürfen wider. In diesem Video spricht er über den Designprozess.
Barocke Meisterwerke im Bühnenbild
Das monumentale Bühnenbild umfasst die Basilika Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg. Seine zentralen Elemente – der Altar, das Heiligtum und eine eindrucksvolle Kerze – symbolisieren zusammen opulente Pracht, Verfall und Spiritualität.
Die musikalische Leitung übernimmt erneut der italienische Dirigent Valerio Galli, den das Publikum bereits aus der Carmen-Inszenierung 2023 kennt.
Als Spezialist für Puccinis Opern bekannt, wird er die dramatische Spannung und musikalische Tiefe des Meisterwerks des italienischen Meisters in der einzigartigen Akustik des Steinbruchs zum Ausdruck bringen und das im Steinbruch ansässige Opernorchester mit ungarischen Musikern dirigieren Piedra Festival Orchester und die Philharmonia Chor Wien (Chorleiter Walter Zeh).
Ein besonderes Highlight des Auftritts wird der Kinderchor Gumpoldskirchner Spatzen sein, der erstmals das Te Deum auf der Steinbruchbühne singen wird.
Auf der Bühne stehen erneut herausragende Interpreten mit internationaler Erfahrung. Für das Quarry-Publikum wird der leidenschaftliche, impulsive, mutige und doch verletzliche Charakter von Floria Tosca von drei Sopranistinnen interpretiert, die sie bereits kennen: der libanesisch-kanadischen Sängerin Joyce El-Khoury, der in Irland geborenen Celine Byrne und der kanadischen Sopranistin Melissa Purnell.
Die Rolle von Cavaradossi – einem leidenschaftlichen, idealistischen Charakter, der für Freiheit und Gerechtigkeit kämpft – wird ebenfalls von drei kraftvollen Tenören geteilt: dem norwegischen Bror Magnus Tødenes, dem chinesischen Tenor Yongzhao Yu und dem ungarischen Tenor Adorján Pataki.
In der Rolle des Polizeichefs Scarpia werden der armenische Bariton Gevorg Hakobyan, der in Korea geborene Bariton Hansung Yoo und der sizilianische Bariton Marco Caria die Bühne betreten.
Auch die Nebenrollen sind einer schillernden Besetzung an Sängern anvertraut: dem in der Ukraine geborenen Volodymyr Morozov und dem ungarischen Bass Zoltán Nagy, der Bass wird sich zwei Rollen teilen, die von Angelotti und die des Gefängniswärters. Zoltán Nagy kehrt nach der Produktion von Aida im Jahr 2024 auf die Bühne des Steinbruchs zurück. Ivan Zinoviev und Ilia Kazakov, beide Bässe, die bereits in früheren Quarry-Produktionen aufgetreten sind, werden ebenfalls zwei Rollen übernehmen, den Sakristan und Sciarrone, den Polizeichef. Die Rolle der Polizeiagentin Spoletta teilen sich zwei Tenöre, der polnische Sänger Michał Prószyński und der britische Tenor Peter Kirk.
Puccinis Tosca läuft vom 15. Juli bis 22. August 2026 mit insgesamt 24 Vorstellungen.
