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Bergedorfer „Ekelhaus“ soll für drei Millionen Euro saniert werden

wochentlich.deBy wochentlich.de7 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Bergedorfer „Ekelhaus“ soll für drei Millionen Euro saniert werden
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Sanierung für drei Millionen Euro

Hamburgs berüchtigtes „Ekelhaus“: Bald zieht wieder Leben ein

07.07.2026 – 03:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Das Haus am Reetwerder in Hamburg-Bergedorf: Ein Geschäftsmann aus Lohbrügge soll die als „Ekelhaus“ bekannte Immobilie erworben haben. (Quelle: HamburgNews/NA)

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Jahrelang war das Bergedorfer „Ekelhaus“ ein Symbol für Verwahrlosung. Nun hat ein Investor zugeschlagen – für einen Bruchteil des einstigen Werts.

Ein Lohbrügger Geschäftsmann hat das Bergedorfer „Ekelhaus“ ersteigert und will das denkmalgeschützte Gründerzeithaus an der Ecke Reetwerder/Alte Holstenstraße wieder bewohnbar machen. Mehr als sieben Jahre nach seiner Räumung soll damit wieder Leben in den einstigen Schandfleck des Bahnhofsviertels einziehen. Das berichtet die „Hamburger Abendblatt“ und die „Mopo“ übereinstimmend.

Die Geschichte des Hauses ist eine Geschichte des Verfalls. 2018 rückten nach einem Schwelbrand, ausgelöst durch marode Elektroleitungen, Polizei und Gesundheitsamt mit einem Großaufgebot an. Das mehr als 120 Jahre alte Gebäude war völlig überbelegt: Je nach Angabe lebten dort rund 158 bis knapp 200 Menschen, die meisten aus Südosteuropa, auf engstem Raum. Die Vermieter hatten die Wohnungen in einzelne Zimmer unterteilt und dafür mehrere Hundert Euro pro Zimmer kassiert. Nach der Feststellung von schwerem Schädlingsbefall und weiteren Missständen wurde das Haus für unbewohnbar erklärt und geräumt. Seit 2021 steht es unter Zwangsverwaltung. Im Sommer 2024 erhob die Staatsanwaltschaft laut NDR und dem Straßenmagazin „Hinz & Kunzt“ Anklage gegen die Vermieter und wirft ihnen Wucher vor.

„Ekelhaus“ in Hamburg wird für 1,7 Millionen Euro verkauft

Auch der Verkauf zog sich über Jahre hin. Ursprünglich war die Immobilie 2018 mit 2,9 Millionen Euro bewertet worden; durch Sanierungspflicht und juristische Streitigkeiten mit der Eigentümerin stieg der gerichtlich festgelegte Verkehrswert später auf sechs Millionen Euro. Ein erster Versteigerungstermin für das „Ekelhaus“ im März 2025 scheiterte: Es gab nur ein einziges Gebot, das deutlich unter der geforderten Summe lag. Damit ein Käufer den Zuschlag erhalten hätte, wären mindestens 4,2 Millionen Euro nötig gewesen – die Gläubigerbank UniCredit verweigerte den Zuschlag.

  • In Hamburg-Bergedorf: „Ekelhaus“ kommt unter den Hammer

Im zweiten Anlauf fiel der Preis dann deutlich niedriger aus. Den Zuschlag bekam der Geschäftsführer der Lohbrügger Ceylan Holding GmbH – für 1,7 Millionen Euro. Der Käufer, der seinen Namen nicht öffentlich machen will, hat das Haus damit für einen Bruchteil des zuletzt angesetzten Werts bekommen.

Geplant ist eine Entkernung „bis auf die nackten Wände“

Ein Selbstläufer wird das Projekt trotzdem nicht. Für die Grundsanierung veranschlagt der Unternehmer zwischen 2,5 und drei Millionen Euro – also mehr, als er für den Kauf bezahlt hat. Sind die Arbeiten abgeschlossen, sollen die 13 Wohnungen und vier Gewerbeflächen wieder vermietet werden.

Geplant ist eine Entkernung „bis auf die nackten Wände“, wie der Geschäftsmann ankündigt. Fenster und Türen sollen aufgearbeitet, Elektrik, Heizung und Sanitär komplett ersetzt werden. Die Gasheizung aus den 1970er-Jahren komme in jedem Fall raus; stattdessen sollen Wärmepumpen aufs Dach. Auch ein Fahrstuhl ist im Gespräch. Von der Bausubstanz zeigt sich der Käufer überzeugt: „Es ist ja ein schönes Gebäude, das nach Bergedorf gehört, und seine Bausubstanz ist okay. Man kann das Haus in einen vernünftigen Zustand bringen.“

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