Polizei bricht Suche ab
Auto in Fluss versunken – Deutsche in Lappland verschwunden
Aktualisiert am 04.07.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine 50-jährige Deutsche wird in Finnland als „vermisst“ geführt, so die Polizei. Eine Suchaktion wurde abgebrochen.
Mitten in der Wildnis Finnisch-Lapplands wird eine deutsche Frau vermisst. Seit Tagen suchen die finnischen Behörden nach der etwa 50-Jährigen. Gefunden haben sie bislang nur ihr Auto – versunken in einem Fluss. Von der Fahrerin fehlt bis heute jede Spur, berichtet die „Bild“-Zeitung.
Alarmiert wurden die Behörden am Montag, nachdem nahe des kleinen Dorfes Saija in der Gemeinde Salla ein im Wasser versunkener Pkw entdeckt worden war. Es befanden sich keine Personen im Fahrzeug.“ Laut „Bild“ bestätigte die Polizei, dass der Wagen ein deutsches Kennzeichen hatte. Ob die Vermisste als Urlauberin nach Finnland gereist war oder dort dauerhaft lebte, blieb nach diesen Angaben offen.
Eine der einsamsten Regionen Finnlands
Die Ermittler gehen nach Informationen der „Bild“-Zeitung davon aus, dass der Wagen von einer etwa 50-jährigen deutschen Staatsbürgerin mit dunkelbraunem, mittellangem Haar gefahren wurde. Auch am Freitag konnten die Behörden den Fall nicht aufklären. Kriminalkommissar Eemi Kaarlela sagte gegenüber „Bild“: „Die Frau wird weiterhin vermisst.“ Zugleich sei die großangelegte Suchaktion inzwischen beendet. „Derzeit führt die Polizei keine aktiven Suchmaßnahmen mehr im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden durch“, so Kaarlela laut „Bild“.
Saija liegt rund 40 Kilometer nördlich des Gemeindezentrums von Salla – in einer der einsamsten Regionen Finnlands. Dichte Wälder, Moore und unzählige Gewässer prägen die Landschaft.
Frau könnte zu Fuß weitergelaufen sein
In den vergangenen Tagen hatten Polizei, Rettungsdienste und der finnische Grenzschutz die Gegend rund um Saija abgesucht. Nach Angaben von „Nordisch.info“ erschweren die Weitläufigkeit und die Abgeschiedenheit des Geländes die Suche erheblich. Polizeisprecher Kaarlela beschrieb die Maßnahmen demnach so: „Gesucht wurde rund um den unmittelbaren Bereich, in dem das Fahrzeug gefunden wurde – sowohl an Land als auch im Wasser. Außerdem wurde auf Grundlage von Hinweisen aus der Bevölkerung an weiteren Orten rund um das Dorf Saija gesucht.“
Laut „Nordisch.info“ schließen die Ermittler verschiedene Szenarien nicht aus. Möglich sei, dass sich die Frau noch im Wasser befinde. Ebenso werde geprüft, ob sie das Fahrzeug verlassen habe, das Ufer erreicht und sich anschließend zu Fuß in unbekannte Richtung entfernt habe.
Trotz der offenen Fragen sehen die Ermittler keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Kriminalkommissar Kaarlela sagte gegenüber „Bild“: „Nach derzeitigem Stand geht die Polizei nicht davon aus, dass im Zusammenhang mit dem Fall eine Straftat begangen wurde.“
