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Tiergarten beteiligt sich an wichtigem Projekt

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Tiergarten beteiligt sich an wichtigem Projekt
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Vom Aussterben bedroht

Warum ein Pferd aus Nürnberg nach Kasachstan umzieht


02.07.2026 – 18:57 UhrLesedauer: 2 Min.

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Nahaufnahme des Gesichts eines Przewalski-Pferdes beim Grasen (Symbolbild): Der Nürnberger Tiergarten beteiligte sich an einem internationalen Projekt. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Evgeniia Parkhomenko/imago)

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Przewalski-Pferde sind die letzten Wildpferde auf der Erde. Doch sie sind vom Aussterben bedroht. Nun soll eine Stute aus dem Nürnberger Tiergarten Abhilfe schaffen.

Vom fränkischen Nürnberg ins kasachische Alibi: Diesen Umzug musste Anfang Juni ein Wildpferd aus dem Tiergarten hinter sich bringen. Genauer gesagt handelt es sich um eine Stute der Przewalski-Pferde.

Diese Tiere gelten als die letzten Wildpferde; weil ihre Art vor dem Aussterben bedroht ist, gibt es mittlerweile weltweit Zuchtprogramme, um sie anschließend auszuwildern. Auch der Nürnberger Tiergarten beteiligt sich an diesem Programm: Laut einer Mitteilung vom Donnerstag (2. Juli) hat man Anfang des Vormonats vier Tiere per Flugzeug und Lkw nach Kasachstan gebracht. Geplant ist, die Tiere in einem Auswilderungsprogramm auf ihr Leben in freier Wildbahn vorzubereiten.

Letzte Wildtiere sind vom Aussterben bedroht

Die Tiere sind auch als „Mongolische Wildpferde“ bekannt und leben in den Steppen Kasachstans und der Mongolei. Ihr Name geht auf einen russischen Expeditionären zurück, der unter anderem einen Schädel mit nach Europa brachte. Man nennt sie auch die „letzten Wildpferde“, und das nicht ohne Grund: Weil sie bis ins 20. Jahrhundert hinein intensiv bejagt wurden und ihr Lebensraum durch die industrielle Landwirtschaft rapide geschrumpft ist, wird die Art offiziell als „stark gefährdet“ eingestuft. Zeitweise gab es gar keine freilebenden Tiere mehr. Das letzte in Freiheit lebende Wildpferd wurde in den 1960ern gesichtet.

imago images 0474426808Vergrößern des Bildes
Wildpferde in der Inneren Mongolei (Symbolbild): Das letzte freilebende Tier wurde 1960 gesichtet. Jahre später zeigte das Artenerhaltungsprogramm erste Erfolge. (Quelle: IMAGO/CFOTO/imago)

Ein in den 1950ern aufgestelltes Zuchtprogramm setzte auf die Tiere, die weltweit in Gefangenschaft – also in Zoos und Tiergärten – leben. Mit ihnen sollte die wildlebende Population wiederbelebt werden. Daran war auch der Tierpark Hellabrunn in München maßgeblich beteiligt.

Trotz teils herber Rückschläge avancierte das internationale Artenerhaltungsprogramm zum Erfolgsmodell: Mittlerweile gibt es in freier Wildbahn rund 2.500 Tiere, die erfolgreich ausgewildert wurden. Zudem haben schon mehrere frei lebende Stuten Fohlen ausgetragen, die auch in freier Wildnis zur Welt gekommen.

Wichtig für das Ökosystem

Das Aussterben der Tiere wäre aber auch für das Ökosystem fatal: Mongolische Wildpferde sind Pflanzenfresser und halten durch ihren Verbiss den Bewuchs der Steppe unter Kontrolle. Damit sichern sie auch den Lebensraum für andere Tier- und Pflanzenarten, die dadurch besser gedeihen können.

Die Tiere haben außerdem eine Vorliebe dafür, sich im Sand zu wälzen (das sogenannte „Sandbaden“) und schaffen damit wiederum Rückzugsorte für Insekten. Außerdem verteilen sie die Samen heimischer Pflanzen, die Vögeln als Nahrung dienen.

Przewalski-Pferde im Tierpark BerlinVergrößern des Bildes
Przewalski-Pferde im Tierpark Berlin (Archivbild): Einige Tiere wurden nach Kasachstan ausgewildert. (Quelle: Jens Kalaene/dpa/dpa-bilder)
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