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Astronomen warnen vor Satellitenflut am Nachthimmel

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Astronomen warnen vor Satellitenflut am Nachthimmel
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„Verheerende Folgen“

Top-Astronomen warnen vor Satellitenflut am Nachthimmel


02.07.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Satelliten und Weltraumschrott: Tausende Teile umfliegen die Erde. (Quelle: ESA/ESA/dpa/dpa-bilder)

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Die von SpaceX geplanten Satellitennetze könnten den Nachthimmel deutlich erhellen. Astronomen warnen vor massiven Folgen für die Himmelsbeobachtung und die Gesundheit.

Elon Musks Firma SpaceX hat bereits Tausende Satelliten ins All gebracht, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Ein Antrag des Unternehmens bei der US-Kommunikationsbehörde FCC sieht bis zu einer Million zusätzliche Satelliten vor. Dazu kommen Pläne weiterer Unternehmen wie des US-Start-ups Reflect Orbital, das große, spiegelartige Satelliten ins All bringen will, um nachts Sonnenlicht zur Erde zu reflektieren.

Vor den Folgen solcher Megakonstellationen warnt nun die Europäische Südsternwarte (Eso). Die Forschungsorganisation betreibt große Teleskopanlagen wie das Very Large Telescope (VLT) in der chilenischen Atacama-Wüste. In einer Studie kommt die Eso jetzt zu dem Ergebnis, dass die geplanten Satellitenkonstellationen drastische Folgen nicht nur für die Astronomie haben könnten.

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„Das Aussetzen von Tausenden von Satelliten hat wirtschaftliche, ökologische und astronomische Konsequenzen“, sagt Eso-Astronom Olivier Hainaut. Die Lichtverschmutzung durch extrem helle Satellitennetzwerke könne die Gesundheit und das Leben auf der Erde beeinträchtigen, „indem sie biologische Rhythmen und Ökosysteme stört“.

Raketenstarts verschlechtern Luftqualität

„Großkonstellationen wirken sich zudem direkt auf die Luftqualität aus“, so Hainaut. Für eine Verschlechterung der Luftqualität würden die zahlreichen Raketenstarts sorgen, die für den Aufbau und Erhalt Tausender Satelliten erforderlich seien. Eine atmosphärische Belastung entstehe aber auch beim „Verglühen der Satelliten am Ende ihrer Lebensdauer beim Wiedereintritt“ in die Erdatmosphäre.

Für die Astronomie hätte die Platzierung von über 1,7 Millionen Satelliten im Erdorbit laut der Studie „verheerende Folgen“. „Bislang konnten wir die Situation bewältigen, aber es wird immer kritischer“, sagt Hainaut.

imago images 0856776459Vergrößern des Bildes
Raketenstart: Tonnenweise Treibstoff wird verbrannt. (Quelle: IMAGO/Jennifer Briggs/imago)

Um die Beobachtung des Nachthimmels mit modernen Teleskopen dauerhaft zu sichern, sollte die Anzahl der Satelliten in der Erdumlaufbahn laut der Eso-Studie 100.000 schwach leuchtende Objekte nicht überschreiten.

SpaceX dominiert Erdumlaufbahn

Seit 2019 ist die Zahl der Satelliten in der Erdumlaufbahn auf über 14.000 angestiegen. Laut Eso sind dafür maßgeblich die Starlink-Telekommunikationssatelliten von SpaceX verantwortlich. Die Gesamtzahl der Satelliten erhöht sich demnach auf 32.000, „wenn inaktive Satelliten und Weltraumschrott eingerechnet werden“.

Vor der Gefahr von Weltraumschrott warnt auch die Europäische Weltraumorganisation Esa. Deren Direktor für Missionsbetrieb, Rolf Densing, sagte im Gespräch mit t-online, dass die Lage ernst sei. „Im Orbit wird es zunehmend voller.“

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