Hitze hat Konsequenzen
Massenhaftes Fischsterben im Steinhuder Meer – der Grund
01.07.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Hitzewelle hat im Steinhuder Meer Spuren hinterlassen. In den Uferbereichen und Kanälen rund um den See tauchen massenhaft Fischkadaver auf.
Am Steinhuder Meer sind infolge der Hitzewelle massenhaft Fische verendet. Laut dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurden in den Uferbereichen, den Grachten, im Hagenburger Kanal und an der Badeinsel in Steinhude zahlreiche tote Hechte und Quappen entdeckt. Die Behörde geht davon aus, dass das Massensterben einen Großteil der Uferbereiche des Sees betroffen hat.
Als wahrscheinlichste Ursache nennt der NLWKN die anhaltend hohen Wassertemperaturen. Am Samstag, dem Höhepunkt der Hitzewelle, seien stellenweise bis zu 32 Grad im Wasser gemessen worden. Gleichzeitig habe der Sauerstoffgehalt bei 6,8 Milligramm pro Liter gelegen.
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Der Landesbetrieb erklärte dazu: „Dieser reicht für Fische im Ruhezustand aus, kann bei erhöhter Aktivität jedoch zu gering sein.“ Genaue Zahlen zur Menge der verendeten Tiere lagen zunächst nicht vor. Die Kadaver sollen nun eingesammelt werden.
Auch in Fließgewässern haben Fische Hitzestress
Auch andernorts leiden Fische unter den hohen Temperaturen. Der Anglerverband Niedersachsen teilte mit, dass in Fließgewässern unter anderem Bachforellen, Äschen und Groppen unter extremem Hitzestress litten. Der Verband rief seine Mitglieder auf, das Angeln vorübergehend einzustellen, um die belasteten Fischbestände zu schonen.
Die Behörden erwarten, dass sich die Lage am Steinhuder Meer in den nächsten Tagen schrittweise verbessert, da die Lufttemperaturen zuletzt bereits gesunken seien und Wind aufgekommen sei.
