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Fäkalbakterien im Gardasee: Messungen belasten drei Zuläufe

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Fäkalbakterien im Gardasee: Messungen belasten drei Zuläufe
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Neueste Messungen

Fäkalbakterien an Zuläufen des Gardasees nachgewiesen


01.07.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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Bardolino am Gardasee: In der Nähe des Hafens speist der Bach San Severo den See. (Quelle: IMAGO)

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Umweltschützer haben bei Schadstoffmessungen im Gardasee an drei Stellen eine Belastung festgestellt. Es handelt sich nicht um Badestellen.

Die Wasserqualität des Gardasees in Norditalien stellt die örtlichen Umweltbehörden weitestgehend zufrieden. Sorge bereitet ihnen aber eine Verschlechterung an drei Messstellen. „Die diesjährigen Daten vom venezianischen Ufer des Gardasees zeichnen ein gemischtes Bild, das Aufmerksamkeit erfordert“, sagte Emilio Bianco, Sprecher der Umweltkampagne „Goletta dei Laghi“ der Tageszeitung „L’Arena“. Hier sei eine erhöhte mikrobiologische Belastung mit den Fäkalbakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken nachgewiesen worden.

„Goletta dei Laghi“ ließ Proben an sechs Stellen des Gardasees nehmen, dessen Pegel aufgrund der aktuellen Hitzewelle sinkt. Drei lagen den Angaben nach innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte, zwei waren belastet und eine stark belastet. Die belasteten Gebiete seien keine Badestellen, ließ Bianco wissen. Auch die Umweltbehörde ARPAV betont, dass in den Badegewässern am venezianischen Ufer des Gardasees weiterhin uneingeschränkt gebadet werden kann.

Drei Bachzuläufe wiesen Fäkalbakterien auf

Bei den kontaminierten Stellen handle es sich um die Mündungen der Bäche Bosca und Rielo an der Südostküste von Italiens größtem Süßwassersee. Als stark belastet wurde die Mündung des San-Severo-Bachs am Hafen von Bardolino bewertet.

Die Umweltschützer empfinden es eigener Aussage nach als Rückschlag, da an diesen Messstellen im vergangenen Jahr noch alle Grenzwerte eingehalten wurden. Ihre Messungen beruhen auf der Bewertung mikrobiologischer Parameter, nicht auf chemischen Schadstoffen wie Pestiziden oder Schwermetallen. Legambiente, die größte und bekannteste Umwelt- und Naturschutzorganisation Italiens, vermutet Schwachstellen in der Kanalisation und mangelhaften Umgang mit tierischen Abwässern wie Gülle als Ursache.

„Die Verantwortlichen rund um den Gardasee müssen entschlossen handeln und gemeinsam mit den Gemeinden im Hinterland Maßnahmen entlang des gesamten Wasserkreislaufs ergreifen“, fordert Luigi Lazzaro, Präsident von Legambiente. Ziel sei es, Einleitungen, technische Mängel und unzulässige Belastungen zu verhindern, bevor sie den See erreichen.

Am Gardasee ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig. Im Jahr 2025 kamen rund 29 Millionen Gäste aus aller Welt an die Ufer des Gewässers. Aber es wird auch viel Landwirtschaft betrieben. Rund um den Gardasee liegen mehrere renommierte Weinbaugebiete wie Bardolino, Lugana, Custoza und Garda DOC. Das Ostufer wird auch „Riviera degli Olivi“ (Olivenriviera) genannt. Dank des milden Mikroklimas gedeihen dort seit Jahrhunderten Olivenbäume. Vor allem im Norden werden Äpfel, Kiwis und Zitrusfrüchte angebaut. Im Hinterland wiederum gibt es Rinder- und Milchviehbetriebe.

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