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Gesundheit

Was tun, wenn die Blase dauernd drückt?

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Was tun, wenn die Blase dauernd drückt?
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Ständiger Harndrang

Was tun, wenn die Blase andauernd drückt?


Aktualisiert am 01.07.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 4 Min.

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Eine Frau hält sich den Bauch: Ständiger Harndrang kann unter anderem auch durch eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes ausgelöst werden. (Quelle: Christin Klose/dpa)

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Ständiger Harndrang und sogar ungewollter Urinverlust belasten Menschen mit einer überaktiven Blase. Was kann die Symptome lindern?

Das Syndrom der überaktiven Blase, umgangssprachlich auch Reizblase genannt, kann Betroffene stark belasten. Sie plagt ständiger Harndrang, obwohl die Blase kaum gefüllt ist. Kommt es zum Harnverlust (Dranginkontinenz), sprechen Fachleute von einer nassen überaktiven Blase. Was helfen kann, wenn die Blase ständig drückt.

Reizblase – bis zu 20-mal aufs Klo

Laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. sind Millionen Deutsche von einer Reizblase betroffen. Viele müssen pro Tag bis zu 20-mal die Toilette aufsuchen. Auch nachts bleiben sie von den Toilettengängen nicht verschont. Trotz intensiven Harndrangs ist die Blase jedoch kaum gefüllt.

Schaffen es die Betroffenen bis auf die Toilette, ist von einer trockenen überaktiven Blase die Rede. Ist die Reizblase mit einer Dranginkontinenz verbunden, handelt es sich um eine nasse überaktive Blase. Der Harndrang kann so intensiv werden, dass ungewollt Harn abgeht.

Wichtig zu wissen: Die überaktive Blase tritt meist ohne Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen auf. Diese Symptome sind bei einer Harnwegsinfektion, etwa einer Blasenentzündung, typisch.

Welche Ursache hat die überaktive Blase?

Eine überaktive Blase kommt bei Männern und Frauen in etwa gleich häufig vor. Das Risiko nimmt mit dem Alter zu. Warum es zu einer Reizblase kommt, ist der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. zufolge nicht abschließend geklärt. Experten gehen davon aus, dass die Symptome der überaktiven Blase aufgrund von unwillkürlichen Kontraktionen des Blasenmuskels und vermehrten Signalen von der Blase an das Gehirn entstehen. Die Blase sendet verfrüht die Botschaft „voll“. Intensiver Harndrang entsteht, obwohl sie kaum gefüllt ist.

Zu den Faktoren, die eine überaktive Blase begünstigen oder verstärken können, gehören:

  • hormonelle Veränderungen bei Frauen, etwa Östrogenmangel in den Wechseljahren
  • altersbedingte Harnwegsveränderungen
  • ein verstärkter Druck auf die Blase, etwa aufgrund von Übergewicht, Verstopfung oder in der Schwangerschaft
  • Blasensteine
  • Blasentumor
  • Gebärmuttersenkung bei der Frau
  • Prostatavergrößerung beim Mann
  • anhaltender Stress und psychische Belastung
  • psychische Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen
  • neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Rückenmarksverletzungen

Symptome der überaktiven Blase lindern

Die überaktive Blase ist ein chronisches Leiden. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern und so die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Wann eine Behandlung eingeleitet wird und wie diese gestaltet ist, hängt vom Leidensdruck der betroffenen Person ab.

Beckenbodentraining gilt als eine wichtige Therapiesäule, um die Beschwerden zu verringern. Die Übungen sollen die Beckenbodenmuskulatur und die Schließmuskulatur stärken und dazu beitragen, den Harndrang besser zu unterdrücken und die Zahl der Toilettengänge zu reduzieren. Betroffene sollten die Übungen unter Anleitung erlernen und dann täglich durchführen.

Blasentraining langsam steigern

Beim Blasentraining üben Betroffene, den Harndrang länger auszuhalten und den nächsten Toilettenbesuch hinauszuzögern. Die Blase wird in kleinen Schritten daran gewöhnt, ein größeres Urinvolumen aufzunehmen. Es wird mit kurzen Intervallen begonnen, etwa einer halben Stunde, und dann schrittweise um fünf bis zehn Minuten erhöht. Dies kann dazu beitragen, die Frequenz der Toilettengänge zu senken und die Blasenkapazität zu erhöhen.

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