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Porsche plant die Rückkehr des Cayenne nach Leipzig, da die Mitarbeiter mit Lohnkürzungen rechnen müssen

wochentlich.deBy wochentlich.de27 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Porsche plant die Rückkehr des Cayenne nach Leipzig, da die Mitarbeiter mit Lohnkürzungen rechnen müssen
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Veröffentlicht am
27.06.2026 – 14:58 GMT+2

Porsche arbeitet offenbar an einer tiefgreifenden Überarbeitung seiner Produktion. Laut einem Bericht, der erstmals von der veröffentlicht wurde Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)Ab sofort soll die Produktion des Erfolgsmodells Cayenne komplett von Bratislava in der Slowakei nach Leipzig verlagert werden. Dort soll das SUV künftig in allen Antriebsvarianten vom Band laufen.

Porsche will Werk Leipzig sichern

Für das Werk in Sachsen wäre dies eine wichtige langfristige Perspektive. Hintergrund sind die aktuellen Überkapazitäten bei Porsche. Sowohl das Leipziger SUV-Werk als auch das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen gelten als unterausgelastet.

Allerdings sind die Pläne offenbar mit einer entscheidenden Bedingung verbunden. Laut FAZ wird der Umzug nur möglich sein, wenn die Arbeitnehmer spürbare Lohnkürzungen in Kauf nehmen. Die Arbeitskosten in der Slowakei sind deutlich niedriger als in Deutschland. Um die Produktion in Leipzig wirtschaftlich zu gestalten, müsste zumindest ein Teil dieser Lücke geschlossen werden.

Der Konzernbetriebsrat soll bestätigt haben, dass Gespräche mit dem Unternehmen laufen. Betriebsratsvorsitzender Ibrahim Aslan sagte, mehrere Fragen seien noch ungelöst. Ziel sei es, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, es sei jedoch noch unklar, wann eine Einigung erzielt werden könne.

Porsche selbst wollte sich zu den konkreten Umzugsplänen nicht äußern, bestätigte laut der Zeitung jedoch, dass Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern geführt würden.

Kostensenkungsbemühungen gehen weiter

Die mögliche Rückkehr des Cayenne nach Deutschland ist Teil einer viel umfassenderen Umstrukturierung des Sportwagenherstellers. In den letzten Monaten wurden bereits mehrere Hundert befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Bis August sollen außerdem rund 200 weitere Stellen durch freiwillige Aufhebungsvereinbarungen und Abfindungszahlungen abgebaut werden. Darüber hinaus könnten bis zu 400 Mitarbeiter vorübergehend an den Volkswagen-Standort Wolfsburg versetzt werden.

Konzernchef Michael Leiters begründete die Sparmaßnahmen bereits mit dem Hinweis auf das schwierige Marktumfeld. Im Gespräch mit dem Leipziger VolkszeitungEr sagte: „Der anhaltende Druck auf die Automobilindustrie erfordert auch bei Porsche konsequentes Handeln.“ Gleichzeitig bekennt er sich ausdrücklich zum Produktionsstandort Deutschland und zum Werk Leipzig.

Absatzeinbruch setzt Porsche unter Druck

Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund einer schwierigen Geschäftslage. Insbesondere der schwache Absatz in China, die Auswirkungen der US-Zölle und hohe Investitionen in die strategische Neuausrichtung des Unternehmens belasten Porsche. Im ersten Quartal 2026 gingen die weltweiten Auslieferungen stark zurück. Zuvor hatte der Sportwagenhersteller für das Geschäftsjahr 2025 einen massiven Gewinneinbruch gemeldet.

Durch die Verlagerung des Cayenne nach Leipzig könnte Porsche die Auslastung seines deutschen Werks langfristig verbessern, allerdings wohl nur, wenn Unternehmen und Belegschaft schmerzhafte Zugeständnisse machen.

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